<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" >

<channel>
	<title>rhein-pfalz-aktiv.de</title>
	<atom:link href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.rhein-pfalz-aktiv.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 29 Jul 2026 13:38:24 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.2</generator>

<image>
	<url>https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2025/04/Favicon-Rhein-Pfalz-150x150.png</url>
	<title>rhein-pfalz-aktiv.de</title>
	<link>https://www.rhein-pfalz-aktiv.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Döppekooche (Dibbekuchen, Döppekuchen) &#8211; ein herzhafter Kartoffelauflauf in Rheinland Pfalz</title>
		<link>https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/kulinarik/doeppekooche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jul 2026 14:21:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kulinarik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/?p=2461</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wer in der Eifel aufgewachsen ist, kennt den Geruch. Sobald der Döppekooche im Ofen steht und die Kruste zu bräunen beginnt, zieht er durchs ganze Haus – eine Mischung aus geriebener Kartoffel, Speck und dem leicht karamellisierten Duft des Gusseisens. Es ist ein Geruch, der unweigerlich an Herbst erinnert, an Sankt Martin, an Familiensonntage und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/kulinarik/doeppekooche/">Döppekooche (Dibbekuchen, Döppekuchen) &#8211; ein herzhafter Kartoffelauflauf in Rheinland Pfalz</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de">rhein-pfalz-aktiv.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer in der Eifel aufgewachsen ist, kennt den Geruch. Sobald der Döppekooche im Ofen steht und die Kruste zu bräunen beginnt, zieht er durchs ganze Haus – eine Mischung aus geriebener Kartoffel, Speck und dem leicht karamellisierten Duft des Gusseisens. Es ist ein Geruch, der unweigerlich an Herbst erinnert, an Sankt Martin, an Familiensonntage und an die Eifel, wie sie sich selbst versteht: bodenständig, sättigend, ehrlich.</p>
<p>Der Döppekooche – je nach Region auch Dibbekuchen, Döppekuchen oder Schales genannt – ist das inoffizielle Nationalgericht der Eifel. Sein Name ist Programm: „Döppe&#8220; ist das ripuarische Wort für Topf, „Kooche&#8220; bedeutet Kuchen. Ein Kartoffelkuchen aus dem Topf also, zubereitet aus dem, was auf jedem Bauernhof vorhanden war: Kartoffeln, Zwiebeln, Speck, Mettwürstchen. Einfacher geht es kaum – und selten schmeckt Einfaches so gut.</p>
<h2>Ein Gericht mit Geschichte – die Martinsgans des kleinen Mannes</h2>
<p>Die Geschichte des Döppekooche ist untrennbar mit dem Sankt-Martins-Fest am 11. November verbunden. In einer Zeit, in der die Gans dem wohlhabenderen Bürgertum vorbehalten war, wurde der Döppekooche zum festlichen Essen der einfachen Leute – die „Martinsgans des kleinen Mannes&#8220;, wie er heute noch liebevoll genannt wird. Die Zubereitung war dabei nicht nur kulinarisch, sondern auch logistisch durchdacht: Die Masse wurde am Nachmittag vorbereitet, der Topf in den Backofen geschoben – und dann zog die Familie mit den Kindern zum Laternenumzug. Wenn sie zwei bis drei Stunden später zurückkam, war der Döppekooche fertig. Kaum ein Gericht passt besser zum rheinland-pfälzischen November.</p>
<p>Heute wird Döppekooche das ganze Jahr über gegessen – in Gasthäusern der Eifel und des Hunsrücks, auf Festen und Märkten, in Familien, die das Rezept seit Generationen weitergeben. Jede Familie hat ihre Version, jeder Ort seine Variante. Mal mit Mettwürstchen, mal ohne. Mal mit Milch, mal ohne. Mal mit Apfelmus, immer mit Apfelmus – darüber sind sich in der Eifel nahezu alle einig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Namen und regionale Varianten</h2>
<p>Je weiter man durch Rheinland-Pfalz reist, desto mehr Namen begegnen einem für dieses Gericht. Döppekooche ist die Eifelversion, Dibbekuchen findet sich vor allem im Raum Koblenz und im Hunsrück, Döppekuchen im nördlichen Rheinland. In der Pfalz heißt eine ähnliche Variante Schales – dort oft mit Grieben und Schmalz zubereitet. Allen gemeinsam ist die Basis aus rohen geriebenen Kartoffeln, die im Ofen oder auf dem Herd zur festen, außen knusprigen Masse backen.</p>
<ul class="pe-itemliste pe-itemliste--regionale-namen-doeppekooche">
<li>Döppekooche – Eifel, klassische Bezeichnung, wörtlich „Topfkuchen&#8220;</li>
<li>Dibbekuchen – Koblenz, Hunsrück, Moselregion</li>
<li>Döppekuchen – nördliches Rheinland, <a href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/natur/wo-liegt-der-westerwald/">Westerwald</a></li>
<li>Schales – Pfalz und Rheinhessen, oft mit Schmalz und Grieben</li>
<li>Dübbekuche – ältere dialektale Variante, heute selten</li>
</ul>
<h2>Das klassische Rezept – so gelingt der Döppekooche</h2>
<p>Ein authentischer Döppekooche braucht keine exotischen Zutaten und keine komplizierten Techniken. Was er braucht, ist Zeit – und ein gusseiserner Topf oder Bräter, der die Hitze gleichmäßig hält und die charakteristische dunkle Kruste entstehen lässt. Wer keinen Gusseisenbräter hat, kann eine schwere Auflaufform verwenden – das Ergebnis ist ähnlich, wenn auch die Kruste etwas weniger ausgeprägt ist.</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Zutat</th>
<th>Menge (für 4 Personen)</th>
<th>Hinweis</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Kartoffeln (mehligkochend)</td>
<td>1,5 kg</td>
<td>Roh, geschält und fein gerieben</td>
</tr>
<tr>
<td>Zwiebeln</td>
<td>2 große</td>
<td>Fein gehackt</td>
</tr>
<tr>
<td>Durchwachsener Speck</td>
<td>150 g</td>
<td>Fein gewürfelt</td>
</tr>
<tr>
<td>Mettwürstchen</td>
<td>3–4 Stück</td>
<td>In Scheiben geschnitten</td>
</tr>
<tr>
<td>Eier</td>
<td>2 Stück</td>
<td>Zum Binden der Masse</td>
</tr>
<tr>
<td>Milch</td>
<td>100 ml</td>
<td>Optional, macht die Masse cremiger</td>
</tr>
<tr>
<td>Salz, Pfeffer, Muskat</td>
<td>nach Geschmack</td>
<td>Großzügig würzen</td>
</tr>
<tr>
<td>Öl oder Schmalz</td>
<td>2 EL</td>
<td>Zum Einfetten des Topfes</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<ol class="pe-schritte pe-schritte--doeppekooche-zubereitung">
<li><strong>Kartoffeln reiben und Stärke absetzen lassen</strong>Die Kartoffeln schälen und auf einer feinen Reibe reiben. Die geriebene Masse in ein Sieb oder ein Küchentuch geben und die Flüssigkeit ausdrücken. Die abgesetzte Kartoffelstärke am Boden der Schüssel aufheben und zur Masse zurückgeben – sie hilft beim Binden.</li>
<li><strong>Zutaten vermischen</strong>Speck und Zwiebeln in einer Pfanne kurz anschwitzen. Zur Kartoffelmasse geben. Eier, Milch (falls verwendet), Salz, Pfeffer und Muskat zugeben und alles gut vermischen. Die Mettwürstchen-Scheiben unterheben.</li>
<li><strong>Topf vorbereiten und befüllen</strong>Den gusseisernen Topf oder Bräter großzügig mit Öl oder Schmalz einfetten. Die Kartoffelmasse einfüllen und glatt streichen. Die Oberfläche kann mit etwas Öl beträufelt werden, damit die Kruste besonders knusprig wird.</li>
<li><strong>Backen – die lange Garzeit lohnt sich</strong>Den Topf ohne Deckel bei 180–200 Grad Umluft in den vorgeheizten Ofen schieben. Die Backzeit beträgt 2 bis 2,5 Stunden – je nach Topfgröße und gewünschter Krustenstärke. Nach einer Stunde kann man kurz nachschauen; die Oberfläche sollte goldbraun werden.</li>
<li><strong>Ruhen lassen und servieren</strong>Den fertigen Döppekooche 10 Minuten ruhen lassen, bevor er aufgeschnitten wird. Traditionell wird er direkt aus dem Topf serviert – mit Apfelmus als Beilage, was den Salzgeschmack des Specks wunderbar ausbalanciert.</li>
</ol>
<div class="pe-infobox pe-infobox--tipp-doeppekooche-apfelmus">💡 <strong>Tipp:</strong> Apfelmus ist kein optionaler Beilagenkompromiss – es ist fester Bestandteil des Gerichts. Die Kombination aus der salzigen, herzhaften Kartoffelmasse und dem süß-sauren Apfelmus ist in der Eifel untrennbar. Wer möchte, kann auch Apfelscheiben direkt mit in die Masse backen.</div>
<figure id="attachment_4295" aria-describedby="caption-attachment-4295" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-4295 size-full" title="öppekooche Kartoffelauflauf angeschnitten" src="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/08/Doeppekooche-Kartoffelauflauf-angeschnitten.jpg" alt="Döppekooche Kartoffelauflauf angeschnitten" width="1000" height="778" srcset="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/08/Doeppekooche-Kartoffelauflauf-angeschnitten.jpg 1000w, https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/08/Doeppekooche-Kartoffelauflauf-angeschnitten-300x233.jpg 300w, https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/08/Doeppekooche-Kartoffelauflauf-angeschnitten-768x598.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-4295" class="wp-caption-text">Döppekooche Kartoffelauflauf angeschnitten</figcaption></figure>
<h2>Varianten und moderne Interpretationen</h2>
<p>Das klassische Rezept ist die Grundlage – aber Döppekooche verträgt Abwandlungen. Wer eine leichtere Version möchte, kann einen Teil der Kartoffeln durch Zucchini ersetzen oder den Speck weglassen und dafür geräucherten Tofu verwenden. Vegetarische Varianten mit Kräutern, Käse oder verschiedenen Gemüsesorten sind in der modernen Eifeler Küche längst angekommen, ohne dass das Original dadurch in Vergessenheit geraten wäre.</p>
<p>Bekannt sind auch der „Mayener Döppekooche Mark Twain&#8220; – eine Variante mit eingeweichten Brötchen und Milch, die dem Gericht eine cremigere Textur gibt – und die Döppekooche-Muffins, die in Mini-Muffinformen gebacken werden und sich als Fingerfood oder Vorspeise eignen. Diese modernen Interpretationen zeigen, wie lebendig das Gericht trotz seiner Tradition geblieben ist.</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-2465" title="Döppekooche-Muffins" src="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2025/04/Doeppekooche-Muffins.jpeg" alt="Döppekooche-Muffins" width="1024" height="768" srcset="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2025/04/Doeppekooche-Muffins.jpeg 1024w, https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2025/04/Doeppekooche-Muffins-300x225.jpeg 300w, https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2025/04/Doeppekooche-Muffins-768x576.jpeg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>Wer weitere kulinarische Traditionen aus Rheinland-Pfalz entdecken möchte, findet in unserem Artikel zu den <a href="/kulinarik/pfaelzer-spezialitaeten/">Pfälzer Spezialitäten</a> einen breiten Überblick über die regionale Küche – und in unserem Artikel zu den <a href="/kulinarik/gebreedelde/">Gebreedelde – Pfälzer Bratkartoffeln</a> ein weiteres Kartoffelgericht mit langer Tradition.</p>
<div class="pe-faq pe-faq--faq-doeppekooche"><h2 class="pe-faq__title">Häufige Fragen zum Döppekooche</h2>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Was ist Döppekooche?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Ein traditioneller Kartoffelauflauf aus der Eifel, zubereitet aus rohen geriebenen Kartoffeln, Speck, Zwiebeln und Mettwürstchen. Der Name bedeutet wörtlich „Topfkuchen&#8220; – er wird im gusseisernen Topf im Ofen gebacken.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Was ist der Unterschied zu Dibbekuchen?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Keiner – es ist dasselbe Gericht unter verschiedenen regionalen Namen. Döppekooche ist die Eifeler Bezeichnung, Dibbekuchen findet sich im Hunsrück und im Raum Koblenz.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Wie lange muss er backen?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">2 bis 2,5 Stunden bei 180–200 Grad, ohne Deckel, damit die Kruste goldbraun wird. Die lange Garzeit ist charakteristisch – und macht ihn zum perfekten „Selbstläufer&#8220; beim Sankt-Martins-Fest.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Was passt als Beilage?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Apfelmus – immer. Die Kombination aus herzhaff-salziger Kartoffelmasse und süß-saurem Apfelmus ist in der Eifel Tradition und kein Zufall.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Kann man ihn vorbereiten?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Ja – die Kartoffelmasse kann einige Stunden vorher angerührt und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die Kartoffeln sollten erst kurz vor dem Backen gerieben werden, damit sie nicht braun anlaufen.</div></div>
    </div>
</div>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/kulinarik/doeppekooche/">Döppekooche (Dibbekuchen, Döppekuchen) &#8211; ein herzhafter Kartoffelauflauf in Rheinland Pfalz</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de">rhein-pfalz-aktiv.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Weinanbaugebiete in der Pfalz</title>
		<link>https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/weinanbau/weinanbaugebiete-pfalz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jul 2026 08:43:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weinanbau]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/?p=2529</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wer durch die Pfalz fährt – von Schweigen an der französischen Grenze bis hinauf nach Bockenheim – fährt durch eine der geschlossen schönsten Weinlandschaften Deutschlands. 85 Kilometer Deutsche Weinstraße, links der bewaldete Pfälzerwald, rechts die Rheinebene, und dazwischen 130 Weinorte, Fachwerkhäuser, Straußwirtschaften und Weinberge, die sich von der Ebene bis zu den sanften Hügeln des [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/weinanbau/weinanbaugebiete-pfalz/">Weinanbaugebiete in der Pfalz</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de">rhein-pfalz-aktiv.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer durch die Pfalz fährt – von Schweigen an der französischen Grenze bis hinauf nach Bockenheim – fährt durch eine der geschlossen schönsten Weinlandschaften Deutschlands. 85 Kilometer <a href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/weinanbau/verlauf-deutsche-weinstrasse/">Deutsche Weinstraße</a>, links der bewaldete Pfälzerwald, rechts die Rheinebene, und dazwischen 130 Weinorte, Fachwerkhäuser, Straußwirtschaften und Weinberge, die sich von der Ebene bis zu den sanften Hügeln des Haardtrands erstrecken. Die Pfalz ist mit rund 23.800 Hektar Rebfläche das zweitgrößte Weinanbaugebiet Deutschlands – nur Rheinhessen übertrifft sie in der Fläche, kaum eine Region übertrifft sie in der Weinkultur.</p>
<p>Was die Pfalz als Weinregion besonders macht, ist nicht nur die schiere Größe, sondern die Vielfalt: unterschiedliche Böden, ein mildes Klima mit knapp 1.700 Sonnenstunden im Jahr, und eine Winzerszene, die sowohl auf jahrhundertealte Tradition als auch auf moderne Weinbauphilosophien setzt. Rund 3.600 Betriebe produzieren jährlich etwa 2,5 Millionen Hektoliter Wein – das entspricht rund einem Viertel der gesamten deutschen Weinproduktion.</p>
<div class="pe-zusammenfassung pe-zusammenfassung--pfalz-weinbau-fakten">✅ <strong>Weinanbaugebiet Pfalz auf einen Blick:</strong> Rebfläche: ca. 23.800 ha · Zweitgrößtes Weinanbaugebiet Deutschlands · ca. 3.600 Winzerbetriebe · Jahresproduktion: ca. 2,5 Mio. Hektoliter · Anteil Weißwein: ca. 60 % · Anteil Rotwein: ca. 40 % · Sonnenstunden: ca. 1.700 pro Jahr · Mittlere Jahrestemperatur: 11 °C</div>
<h2>Zwischen Pfälzerwald und Rhein – Geografie und Klima</h2>
<p>Das Weinanbaugebiet Pfalz erstreckt sich als schmaler Streifen von rund 85 Kilometern Länge entlang des Haardtrands – dem Ostabfall des Pfälzerwalds zur Rheinebene hin. Der Pfälzerwald im Westen schützt die Weinberge vor atlantischen Westwinden und Regen, die Rheinebene im Osten speichert Wärme. Das Ergebnis ist ein Kleinklima, das in Deutschland seinesgleichen sucht: mild, sonnig, trocken. Feige, Mandel und Kiwi gedeihen hier im Freien – eine Seltenheit auf diesem Breitengrad.</p>
<p>Die geologische Vielfalt ist enorm. Im Norden, rund um Forst und Deidesheim, dominieren basalthaltige Böden, die dem Riesling seine charakteristische Mineralität geben. Im Süden, an der Südlichen Weinstraße, überwiegen Lehm- und Lössböden, die fülligere, körperreichere Weine hervorbringen. Dazwischen finden sich Sand, Mergel, Buntsandstein und Muschelkalk – jede Lage hat ihr eigenes Profil, und die Winzer kennen und nutzen diese Unterschiede.</p>
<figure id="attachment_4285" aria-describedby="caption-attachment-4285" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-4285 size-full" title="Weinanbaugebiete in der Pfalz " src="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/08/Weinanbaugebiete-Pfalz-2.jpg" alt="Weinanbaugebiete in der Pfalz (depositphotos.com)" width="1000" height="667" srcset="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/08/Weinanbaugebiete-Pfalz-2.jpg 1000w, https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/08/Weinanbaugebiete-Pfalz-2-300x200.jpg 300w, https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/08/Weinanbaugebiete-Pfalz-2-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-4285" class="wp-caption-text">Weinanbaugebiete in der Pfalz</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Mittelhaardt und Südliche Weinstraße – die zwei Seelen der Pfalz</h2>
<p>Das Weinanbaugebiet Pfalz gliedert sich offiziell in zwei Bereiche, die sich in Charakter und Weinprofil deutlich unterscheiden.</p>
<p>Die <strong>Mittelhaardt-Deutsche Weinstraße</strong> ist der nördliche und prestige-trächtigere Teil. Rund um die Orte Forst, Deidesheim, Wachenheim und Bad Dürkheim liegen einige der berühmtesten Weinlagen Deutschlands – Forster Jesuitengarten, Deidesheimer Hohenmorgen, Wachenheimer Gerümpel. Hier wächst der Riesling unter optimalen Bedingungen auf basalt- und kalkhaltigem Boden, der ihm Würze und Mineralität gibt. Die Weine der Mittelhaardt gelten als körperreich, reif und langlebig – Spitzenerzeugnisse, die sich mit den besten deutschen Rieslingen messen können.</p>
<p>Die <strong>Südliche Weinstraße</strong> erstreckt sich vom Südrand von Neustadt an der Weinstraße bis zur französischen Grenze bei Schweigen-Rechtenbach. Die Böden sind lehmreicher und nährstoffreicher, das Klima noch etwas wärmer. Hier dominieren Burgunder-Sorten – Grauburgunder, Weißburgunder, Spätburgunder – sowie internationale Rebsorten wie Merlot und Cabernet Sauvignon. Die Weine sind oft füllig und fruchtbetont. Einige Weinbauflächen der Südlichen Weinstraße liegen sogar auf französischem Staatsgebiet bei Weißenburg – ein Kuriosum, das die historische Verflechtung mit dem Elsass unterstreicht.</p>
<ul class="pe-itemliste pe-itemliste--bekannteste-weinlagen-pfalz">
<li>Forster Jesuitengarten – einer der berühmtesten Riesling-Lagen Deutschlands, basalthaltige Böden</li>
<li>Deidesheimer Hohenmorgen – Großes Gewächs-Lage, klassischer Pfalz-Riesling mit großer Tiefe</li>
<li>Wachenheimer Gerümpel – historische Spitzenlage rund um Wachenheim</li>
<li>Ruppertsberger Reiterpfad – südlich von Deidesheim, elegante Riesling-Weine</li>
<li>Burrweiler Schäwer – Südliche Weinstraße, bekannt für Burgunder und Spätburgunder</li>
</ul>
<h2>Die Rebsorten der Pfalz – Riesling, Burgunder und mehr</h2>
<p>Die Pfalz ist keine Monokultur. Das Rebsortenprofil ist so vielfältig wie die Böden. Bei den Weißweinen führt der Riesling mit rund 5.971 Hektar (25,2 % der Anbaufläche) – er ist die wichtigste und edelste Sorte der Region. Dahinter folgen Grauburgunder mit rund 2.142 Hektar (9 %) und Müller-Thurgau, der aber zugunsten qualitätsorientierter Sorten langsam zurückgedrängt wird. Weißburgunder, Gewürztraminer und Chardonnay spielen ebenfalls eine wachsende Rolle.</p>
<p>Bei den Rotweinen hat der Dornfelder mit rund 2.544 Hektar (10,7 %) die größte Anbaufläche, gefolgt vom Spätburgunder (1.712 ha, 7,2 %) und dem Portugieser (1.086 ha, 4,6 %). Der Spätburgunder aus der Pfalz hat in den letzten Jahrzehnten einen bemerkenswerten Qualitätssprung gemacht und produziert heute Weine, die im internationalen Vergleich mit Burgunderzeugnissen aus Frankreich mithalten können.</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Rebsorte</th>
<th>Fläche (ha)</th>
<th>Anteil</th>
<th>Typ</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Riesling</td>
<td>5.971</td>
<td>25,2 %</td>
<td>Weiß</td>
</tr>
<tr>
<td>Dornfelder</td>
<td>2.544</td>
<td>10,7 %</td>
<td>Rot</td>
</tr>
<tr>
<td>Grauburgunder</td>
<td>2.142</td>
<td>9,0 %</td>
<td>Weiß</td>
</tr>
<tr>
<td>Müller-Thurgau</td>
<td>1.630</td>
<td>6,9 %</td>
<td>Weiß</td>
</tr>
<tr>
<td>Spätburgunder</td>
<td>1.712</td>
<td>7,2 %</td>
<td>Rot</td>
</tr>
<tr>
<td>Weißburgunder</td>
<td>1.451</td>
<td>6,1 %</td>
<td>Weiß</td>
</tr>
<tr>
<td>Portugieser</td>
<td>1.086</td>
<td>4,6 %</td>
<td>Rot</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Die Deutsche Weinstraße – Europas älteste Ferienstraße</h2>
<p>Die Deutsche Weinstraße wurde 1935 als erste Ferienstraße Europas ausgewiesen und führt auf 85 Kilometern von Bockenheim im Norden bis nach Schweigen-Rechtenbach an der französischen Grenze. Sie verbindet 130 Weinorte, Straußwirtschaften, Weingüter und Sehenswürdigkeiten zu einer Route, die man am besten langsam bereist – mit dem Fahrrad, dem Wohnmobil oder auf eigene Faust in einem Mietwagen.</p>
<p>Unterwegs liegen die Hambacher Burg – Wiege der deutschen Demokratie –, das mittelalterliche Bad Dürkheim mit dem weltberühmten Dürkheimer Wurstmarkt, die hübschen Fachwerkstädte Deidesheim und Neustadt an der Weinstraße sowie Schloss Villa Ludwigshöhe bei Edenkoben. Am südlichen Ende bei Schweigen-Rechtenbach grüßt das Deutsche Weintor, ein mächtiges Torgebäude aus dem Jahr 1936, als symbolischer Abschluss der Straße – und gleichzeitig Eingang zum Elsass.</p>
<div class="pe-infobox pe-infobox--tipp-deutsche-weinstrasse">💡 <strong>Tipp:</strong> Die Deutsche Weinstraße lässt sich hervorragend mit dem Fahrrad erkunden. Der Radweg entlang der Route ist gut ausgeschildert und verbindet Weinorte, Weingüter und Aussichtspunkte auf rund 110 Kilometern. E-Bike-Verleihe gibt es in den meisten größeren Ortschaften.</div>
<h2>Weinfeste und Weintourismus in der Pfalz</h2>
<p>Die Pfalz feiert ihren Wein das ganze Jahr über – aber der Höhepunkt ist der Dürkheimer Wurstmarkt in Bad Dürkheim, der jedes Jahr im September stattfindet und mit bis zu 600.000 Besuchern als das größte Weinfest der Welt gilt. Traditionelle Weinfässer, umgebaut zu Weinstuben, Fahrgeschäfte und live Musik prägen das Bild. Daneben gibt es die Weinlese-Feste in den einzelnen Gemeinden im Oktober, das Edenkoben Musikfest, die Gimmeldinger Mandelblüte im Februar und Dutzende kleinerer Straußwirtschaftsfeste das ganze Jahr hindurch.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-2533" title="Rebsorten und Weincharakteristik der Region Pfalz" src="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2025/04/Rebsorten-und-Weincharakteristik-der-Region-Pfalz.jpeg" alt="Rebsorten und Weincharakteristik der Region Pfalz" width="1024" height="768" srcset="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2025/04/Rebsorten-und-Weincharakteristik-der-Region-Pfalz.jpeg 1024w, https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2025/04/Rebsorten-und-Weincharakteristik-der-Region-Pfalz-300x225.jpeg 300w, https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2025/04/Rebsorten-und-Weincharakteristik-der-Region-Pfalz-768x576.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>Weinproben und Weingutbesuche sind in der Pfalz unkompliziert möglich – viele Betriebe empfangen Gäste ohne Voranmeldung in ihren Vinotheken, andere bieten geführte Kellerführungen an. Wer tiefer einsteigen möchte, besucht das Pfalzwein-Portal unter pfalzwein.de, das Weingüter, Veranstaltungen und Routen übersichtlich auflistet. Übernachten lässt sich hervorragend in den Weingütern selbst – viele bieten Zimmer oder Ferienwohnungen direkt im Weingut an, oft mit Frühstück und Weinprobe inklusive.</p>
<p>Wer die Pfalz mit weiteren Ausflügen in Rheinland-Pfalz verbinden möchte, findet in unserem Artikel zu den <a href="/natur/moselsteig/">Wanderwegen entlang des Moselsteigs</a> weitere Inspiration für die Reiseplanung. Mehr über die wirtschaftliche Bedeutung des Weins für das gesamte Bundesland gibt es im Artikel zu <a href="/weinanbau/weinbau-und-wirtschaft-in-rheinland-pfalz/">Weinbau und Wirtschaft in Rheinland-Pfalz</a> sowie in unserem Überblick zum <a href="/weinanbau/rheinland-pfalz-weinbau/">Weinbau in Rheinland-Pfalz</a>.</p>
<div class="pe-faq pe-faq--faq-weinanbau-pfalz"><h2 class="pe-faq__title">Häufige Fragen zum Weinanbaugebiet Pfalz</h2>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Wie groß ist das Weinanbaugebiet?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Mit rund 23.800 Hektar Rebfläche ist die Pfalz das zweitgrößte Weinanbaugebiet Deutschlands – nach Rheinhessen. Rund 3.600 Winzerbetriebe produzieren jährlich etwa 2,5 Millionen Hektoliter Wein.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Was ist die Deutsche Weinstraße?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Europas erste Ferienstraße aus dem Jahr 1935, die auf 85 Kilometern von Bockenheim bis Schweigen-Rechtenbach durch 130 Weinorte führt. Gut geeignet für Radtouren und Weinproben-Stopps entlang der Route.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Welche Rebsorten sind typisch für die Pfalz?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Riesling (25 % der Fläche) ist die Königssorte, besonders in der Mittelhaardt. Dazu Grauburgunder, Weißburgunder und Müller-Thurgau bei den Weißen, Dornfelder, Spätburgunder und Portugieser bei den Roten.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Was ist der Unterschied zwischen Mittelhaardt und Südlicher Weinstraße?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Die Mittelhaardt im Norden ist bekannt für mineralische Riesling-Spitzenweine auf basalthaltigen Böden. Die Südliche Weinstraße produziert auf lehmreicheren Böden fülligere Burgunder und internationale Sorten.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Wann findet der Dürkheimer Wurstmarkt statt?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Jedes Jahr im September in Bad Dürkheim – er gilt mit bis zu 600.000 Besuchern als das größte Weinfest der Welt. Traditionelle Weinfässer als Weinstuben sind das Markenzeichen des Fests.</div></div>
    </div>
</div>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/weinanbau/weinanbaugebiete-pfalz/">Weinanbaugebiete in der Pfalz</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de">rhein-pfalz-aktiv.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ulmener Maar &#8211; ein Eifelsee</title>
		<link>https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/natur/ulmener-maar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jul 2026 14:27:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/?p=2944</guid>

					<description><![CDATA[<p>Vor etwa 10.900 Jahren erschütterte eine gewaltige Explosion die Eifel. Grundwasser traf auf aufsteigendes Magma – das Ergebnis war eine phreatomagmatische Eruption, die Gesteinsmassen kilometerweit schleuderte und einen ovalen Trichter in die Landschaft riss. Das war der letzte Vulkanausbruch auf deutschem Boden. Und der See, der sich anschließend in diesem Krater sammelte, ist bis heute [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/natur/ulmener-maar/">Ulmener Maar &#8211; ein Eifelsee</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de">rhein-pfalz-aktiv.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor etwa 10.900 Jahren erschütterte eine gewaltige Explosion die Eifel. Grundwasser traf auf aufsteigendes Magma – das Ergebnis war eine phreatomagmatische Eruption, die Gesteinsmassen kilometerweit schleuderte und einen ovalen Trichter in die Landschaft riss. Das war der letzte Vulkanausbruch auf deutschem Boden. Und der See, der sich anschließend in diesem Krater sammelte, ist bis heute da: das Ulmener Maar, das jüngste aller Eifelmaare.</p>
<p>Wer heute am Ufer des Ulmener Maars steht, sieht einen stillen, tiefblauen See, eingebettet in bewaldete Kraterhänge, über denen die Ruine der Burg Ulmen thront. Kaum vorstellbar, was hier vor fast 11.000 Jahren passiert ist. Und doch ist jede Linie dieser Landschaft – der ovale Umriss des Sees, der Tuffwall, die steilen Hänge – das direkte Ergebnis jener Explosion. Das Ulmener Maar gehört zur Deutschen Vulkanstraße und ist eines der eindrucksvollsten Ziele in der Vulkaneifel.</p>
<div class="pe-zusammenfassung pe-zusammenfassung--ulmener-maar-fakten">✅ <strong>Ulmener Maar auf einen Blick:</strong> Jüngstes Maar der Eifel · Entstehung vor ca. 10.900 Jahren · Lage: 420 m üNN bei Ulmen, Landkreis Cochem-Zell · Seefläche: 55.000 m² · Maximale Tiefe: 39 m · Trichterform: 510 m NW-SE, 350 m SW-NE · Tuffwall bis 20 m hoch · Trinkwassergewinnung seit 1926</div>
<h2>Wie ein See aus einer Explosion entsteht</h2>
<p>Die Entstehung eines Maars ist eine der dramatischsten geologischen Prozesse, die es gibt. Wenn aufsteigendes Magma auf wasserführende Gesteinsschichten trifft, verdampft das Wasser schlagartig – das erzeugt einen Druck, der sich in einer gewaltigen Explosion entlädt. Gestein, Asche und Schlacke werden dabei in einem weiten Umkreis ausgeworfen und lagern sich als Tuffwall um den entstandenen Krater ab. Anschließend füllt sich der Krater mit Grundwasser und Regenwasser – und es entsteht ein Maar.</p>
<p>Der Tuffwall des Ulmener Maars erreicht an manchen Stellen eine Höhe von bis zu 20 Metern und ist noch heute gut erkennbar. Der ovale Trichter misst in nord-südöstlicher Richtung rund 510 Meter, quer dazu 350 Meter. Die Gesamttiefe des Trichters beträgt 86 Meter, der See selbst ist bis zu 39 Meter tief. Diese Zahlen geben eine Vorstellung davon, wie gewaltig die Explosion war, die diese Landschaft formte.</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Merkmal</th>
<th>Wert</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Entstehung</td>
<td>vor ca. 10.900 Jahren</td>
</tr>
<tr>
<td>Höhenlage</td>
<td>420 m üNN</td>
</tr>
<tr>
<td>Trichterform</td>
<td>510 m NW-SE / 350 m SW-NE</td>
</tr>
<tr>
<td>Trichtertiefe gesamt</td>
<td>86 m</td>
</tr>
<tr>
<td>Seefläche</td>
<td>55.000 m²</td>
</tr>
<tr>
<td>Maximale Seetiefe</td>
<td>39 m</td>
</tr>
<tr>
<td>Tuffwallhöhe</td>
<td>bis 20 m</td>
</tr>
<tr>
<td>Koordinaten</td>
<td>50°12&#8217;48&#8220; N / 06°58&#8217;10&#8220; E</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<figure id="attachment_4276" aria-describedby="caption-attachment-4276" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4276 size-full" title="Ulmener Maar " src="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/07/Ulmener-Maar-2.jpg" alt="Ulmener Maar (depositphotos.com)" width="1000" height="667" srcset="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/07/Ulmener-Maar-2.jpg 1000w, https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/07/Ulmener-Maar-2-300x200.jpg 300w, https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/07/Ulmener-Maar-2-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-4276" class="wp-caption-text">Ulmener Maar</figcaption></figure>
<h2>Der Maar-Stollen und der Jungferweiher – zwei Vulkane, eine Verbindung</h2>
<p>Eine der ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten rund um das Ulmener Maar ist der Maar-Stollen: ein unterirdischer Gang, der das Maar mit dem nördlich gelegenen Jungferweiher verbindet. Der Stollen ist für Besucher begehbar und gibt einen faszinierenden Einblick in die Geologie des Untergrunds. Bohrungen haben ergeben, dass der Jungferweiher der Überrest eines etwa 118.000 Jahre alten Vulkans ist – also wesentlich älter als das Ulmener Maar und einst deutlich größer. Die beiden Gewässer entstanden zu verschiedenen Zeiten aus verschiedenen Vulkaneruptionen und sind trotzdem durch denselben Untergrund miteinander verbunden. Das Projekt „Ulmener Maar-Stollen mit der Ulmener Entdeckertour&#8220; wurde im November 2024 mit dem Tourismuspreis Rheinland-Pfalz in der Kategorie „Projekt des Jahres&#8220; ausgezeichnet.</p>
<h2>Trinkwasser aus dem Krater – eine stille Besonderheit</h2>
<p>Das Ulmener Maar hat neben seiner touristischen Bedeutung auch eine wichtige praktische Funktion, die kaum jemand kennt: Seit 1926 wird aus dem 39 Meter tiefen See Trinkwasser gewonnen. Rund 30.000 Einwohner der Region werden damit versorgt. Das macht das Maar zu einem der wenigen natürlichen Seen Deutschlands, die gleichzeitig Trinkwasserreservoir und Touristenziel sind – und erklärt auch, warum das Schwimmen im See nicht gestattet ist.</p>
<div class="pe-infobox pe-infobox--tipp-ulmener-maar-schutz">💡 <strong>Hinweis:</strong> Das Ulmener Maar dient als Trinkwasserreservoir – Baden und Bootfahren sind nicht gestattet. Der Rundwanderweg um den See und der Maar-Stollen sind jedoch frei zugänglich.</div>
<h2>Die Burgruine über dem Maar</h2>
<p>Am südlichen Rand des Kratersees liegen die Überreste der mittelalterlichen Burg Ulmen – eine Ruine, die dem Maar eine historische Dimension verleiht, die über die Geologie weit hinausgeht. Von der Ruine aus öffnet sich ein weiter Blick über den See und die bewaldeten Kraterhänge, der besonders bei Sonnenuntergang beeindruckend ist. Die Burg war einst Sitz der Herren von Ulmen und gehört zu den ältesten Adelssitzen der Eifel. Heute ist sie frei zugänglich und lohnt den kurzen Aufstieg vom Seeufer aus.</p>
<figure id="attachment_4280" aria-describedby="caption-attachment-4280" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4280 size-full" title="St.-Matthias-Kirche an der Ulmener Maar" src="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/07/Ulmener-Maar-Kirche.jpg" alt="St.-Matthias-Kirche an der Ulmener Maar (depositphotos.com)" width="1000" height="667" srcset="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/07/Ulmener-Maar-Kirche.jpg 1000w, https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/07/Ulmener-Maar-Kirche-300x200.jpg 300w, https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/07/Ulmener-Maar-Kirche-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-4280" class="wp-caption-text">St.-Matthias-Kirche an der Ulmener Maar</figcaption></figure>
<h2>– vom Maar auf tausend Jahre Geschichte blicken</h2>
<p>Direkt am Ulmener Maar, unterhalb der Burgruine, steht die katholische Pfarrkirche St. Matthias – und sie hat eine Geschichte, die fast so alt ist wie die Burg selbst. Die Kirche wurde vermutlich um das Jahr 1000 errichtet und diente ursprünglich als Burgkapelle der Herren von Ulmen. Damit ist sie ein unmittelbarer Zeuge der mittelalterlichen Herrschaftsgeschichte, die sich rund um den Kratersee entfaltete.</p>
<p>Wer die Kirche betritt, stößt auf bemerkenswerte Überreste dieser langen Geschichte: Das Taufbecken aus dem 13. Jahrhundert steht noch in seinem Originalzustand, dazu Grabinschriften der Ulmener Burgherren sowie ein Tabernakel und ein Nebenaltar aus dem 17. Jahrhundert. Bei Umbauarbeiten im Jahr 1905 kam eine Urkunde zum Vorschein, die auf eine Weihe der Kirche im Jahr 1486 hinweist. 1905 wurde die Kirche im neugotisch-neoromanischen Stil neu gebaut – unter Verwendung von Mauerteilen des Vorgängerbaus. Von 1967 bis 1968 kam ein neuer Altarraum mit zwei Seitenschiffen hinzu, der die mittelalterliche Substanz mit moderner Architektur verbindet. Der Renaissance-Altar mit seinem Figurenreichtum und das spätgotische Sakramentshäuschen gelten als kunsthistorische Kleinode, die einen eigenen Besuch rechtfertigen.</p>
<h2>Die Sage vom Riesenfisch</h2>
<p>Wie so viele geheimnisvolle Seen in der Eifel hat auch das Ulmener Maar seine Legende. Eine alte Sage erzählt von einem Riesenfisch, der in den Tiefen des Maars hausen soll – so groß, dass er angeblich das gesamte Wasser des Sees in Bewegung versetzen kann. Ob diese Geschichte aus der dunklen Farbe des Wassers entstand, aus dem unheimlichen Rauschen des Stollens oder schlicht aus dem Bedürfnis der Menschen, dem Unerklärlichen einen Namen zu geben, ist nicht überliefert. Die Sage jedenfalls hält sich hartnäckig.</p>
<h2>Wandern am Maar und in der Umgebung</h2>
<p>Der Rundweg um das Ulmener Maar ist kurz – rund zwei Kilometer – aber stimmungsvoll. Er führt entlang der Kraterhänge, bietet wechselnde Blicke auf den See und passiert den Zugang zum Maar-Stollen. Wer mehr Zeit mitbringt, erkundet die Ulmener Entdeckertour: eine 3,7 Kilometer lange digitale Zeitreise durch den Ort mit 24 QR-Code-Stationen, die per Smartphone kurze Videos zu Geschichte und Natur abspielen – vom Burgnarren auf der Ruine bis zum Wasservogel am Jungferweiher. Das Maar liegt zudem günstig für Kombinationsausflüge zu anderen Maaren der Vulkaneifel – Meerfelder Maar, Schalkenmehrener Maar und Pulvermaar sind alle in kurzer Fahrdistanz erreichbar.</p>
<ul class="pe-itemliste pe-itemliste--ausflugsziele-ulmener-maar">
<li>Maar-Stollen – begehbarer Tunnel zum Jungferweiher, Tourismuspreis RLP 2024, mit digitaler Entdeckertour</li>
<li>Burgruine Ulmen – mittelalterliche Ruine direkt über dem See, mit weitem Blick in den Krater, frei zugänglich</li>
<li>St.-Matthias-Kirche – Pfarrkirche um 1000 n. Chr., ursprünglich Burgkapelle, Taufbecken 13. Jh., Renaissance-Altar</li>
<li>Rundweg Ulmener Maar – ca. 2 km, flach, gut begehbar, ganzjährig zugänglich</li>
<li>Jungferweiher – 118.000 Jahre alter Nachbar-Vulkansee, Vogel- und Naturschutzgebiet</li>
<li>Deutsche Vulkanstraße – das Maar ist offizieller Halt auf dieser Themenroute durch die Vulkaneifel</li>
<li>Ulmener Entdeckertour – 3,7 km, 24 QR-Code-Stationen, kostenlos per Smartphone nutzbar</li>
</ul>
<p>Wer die Vulkaneifel tiefer erkunden möchte, findet in unserem Artikel zu den <a href="/freizeit/parks-in-rheinland-pfalz/">Parks und Naturzielen in Rheinland-Pfalz</a> weitere Ausflugstipps – vom Wild- und Erlebnispark Daun bis zum <a href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/natur/riedener-waldsee/">Riedener Waldsee</a>.</p>
<p class="responsive-video-wrap clr">
<div class="video-wrapped video-wrapped-video video-wrapped-yt" style="width: 1200px; min-height: 675px; background-image: url('https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/plugins/wp-video-embed-privacy-master/preview/yt/d5h0rNfHFcI.jpg?s=7c2c1b331fd6a2a12c694fbdbbbfab12dea3f54cc19c77abe04dfe858d340378')" data-embed-frame="&lt;iframe hcb-fetch-image-from=&quot;https://www.youtube-nocookie.com/watch?v=d5h0rNfHFcI&quot; title=&quot;Herbstrunde und Tuffwand am Ulmener Maar | Eifel Teil 10&quot; width=&quot;1200&quot; height=&quot;675&quot; src=&quot;https://www.youtube-nocookie.com/embed/d5h0rNfHFcI?feature=oembed&quot; frameborder=&quot;0&quot; allow=&quot;accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share&quot; referrerpolicy=&quot;strict-origin-when-cross-origin&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;" data-embed-play="&lt;span&gt;Beim Anklicken wird Youtube gestartet.&lt;/span&gt;&lt;div class=&quot;small&quot;&gt;&lt;span&gt;Es gelten die &lt;a href=&quot;https://www.google.com/intl/de/policies/privacy/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Datenschutzerklärungen von Google&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;">
<div class="video-wrapped-nojs"><span>Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.<br />Video-Link: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=d5h0rNfHFcI" target="_blank" rel="noopener">https://www.youtube.com/watch?v=d5h0rNfHFcI</a></span></div>
</div>
<div class="pe-faq pe-faq--faq-ulmener-maar"><h2 class="pe-faq__title">Häufige Fragen zum Ulmener Maar</h2>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Was macht das Ulmener Maar besonders?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Es ist das jüngste Maar der Eifel – entstanden vor ca. 10.900 Jahren beim letzten Vulkanausbruch auf deutschem Boden. Dazu ist es seit 1926 Trinkwasserreservoir für rund 30.000 Einwohner und beherbergt einen begehbaren Stollen zum benachbarten Jungferweiher.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Darf man im Maar schwimmen?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Nein – das Maar dient als Trinkwasserreservoir, Baden und Bootfahren sind nicht gestattet. Der Rundweg und der Maar-Stollen sind jedoch frei zugänglich.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Was ist der Maar-Stollen?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Ein begehbarer unterirdischer Gang, der das Ulmener Maar mit dem nördlich gelegenen Jungferweiher verbindet – ausgezeichnet mit dem Tourismuspreis Rheinland-Pfalz 2024. Der Jungferweiher ist der Überrest eines rund 118.000 Jahre alten Vulkans.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Was ist die St.-Matthias-Kirche?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Eine der ältesten Kirchen der Vulkaneifel, direkt am Maar gelegen, vermutlich um 1000 n. Chr. als Burgkapelle errichtet. Sehenswert sind das Taufbecken aus dem 13. Jahrhundert und der Renaissance-Altar mit reichem Figurenschmuck.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Was gibt es in der Umgebung?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Die Vulkaneifel bietet weitere Maare: Meerfelder Maar, Schalkenmehrener Maar und Pulvermaar. Dazu Burgruine und Kirche direkt am See, die Deutsche Vulkanstraße und die kostenlose Ulmener Entdeckertour mit 24 digitalen Stationen.</div></div>
    </div>
</div>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/natur/ulmener-maar/">Ulmener Maar &#8211; ein Eifelsee</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de">rhein-pfalz-aktiv.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<media:content url="https://www.youtube.com/embed/d5h0rNfHFcI" medium="video" width="1280" height="720">
			<media:player url="https://www.youtube.com/embed/d5h0rNfHFcI" />
			<media:title type="plain">Herbstrunde und Tuffwand am Ulmener Maar | Eifel Teil 10</media:title>
			<media:description type="html"><![CDATA[Wir gehen die halbe Ulmener Acht direkt ums Maar herum und erkunden noch eine geologische Besonderheit, weil direkt nach der Regentour an der Wilden Endert d...]]></media:description>
			<media:thumbnail url="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/07/Ulmener-Maar-1.jpg" />
			<media:rating scheme="urn:simple">nonadult</media:rating>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Baybachklamm in Rheinland Pfalz</title>
		<link>https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/natur/baybachklamm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jul 2026 08:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/?p=3059</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Hunsrück hat viele stille Ecken – aber die Baybachklamm ist keine davon. Wer das enge Tal betritt, in dem der Baybach seit Jahrtausenden seinen Weg durch den Schiefer gräbt, versteht sofort, warum man diese Schlucht den „Grand Canyon des Hunsrücks&#8220; nennt. Steile Felswände, moosbedeckte Steine, das Rauschen des Bachs und das Licht, das sich [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/natur/baybachklamm/">Baybachklamm in Rheinland Pfalz</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de">rhein-pfalz-aktiv.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Hunsrück hat viele stille Ecken – aber die Baybachklamm ist keine davon. Wer das enge Tal betritt, in dem der Baybach seit Jahrtausenden seinen Weg durch den Schiefer gräbt, versteht sofort, warum man diese Schlucht den „Grand Canyon des Hunsrücks&#8220; nennt. Steile Felswände, moosbedeckte Steine, das Rauschen des Bachs und das Licht, das sich in schmalen Streifen durch das Blätterdach kämpft – die Baybachklamm ist eine der wildesten und eindrucksvollsten Naturlandschaften in Rheinland-Pfalz.</p>
<p>Die Schlucht liegt zwischen Heyweiler und der Mündung des Baybachs in die Mosel, eingebettet in den dichten Wald des Hunsrücks. Der Baybach selbst ist ein rund 30 Kilometer langer Nebenfluss der Mosel – unscheinbar auf der Karte, dramatisch in der Wirklichkeit. Jahrhundertelang trieb er 26 Mühlen an, von denen heute noch Überreste zu finden sind. Heute ist die Klamm vor allem eines: ein Wanderparadies mit einem der schönsten zertifizierten Traumschleifen-Wege des Landes.</p>
<div class="pe-zusammenfassung pe-zusammenfassung--baybachklamm-fakten">✅ <strong>Baybachklamm auf einen Blick:</strong> Lage: Hunsrück, Rheinland-Pfalz · <a href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/freizeit/traumschleifen-im-hunsrueck/">Traumschleife</a> Baybachklamm: 10,5 km, ca. 4–5 Stunden · Startpunkt: Wanderparkplatz Heyweiler · Schwierigkeitsgrad: mittelschwer bis schwer · Höhenunterschied: ca. 350 m · Zertifiziert als Traumschleife des Deutschen Wanderinstituts</div>
<h2>Eine Schlucht, 26 Mühlen und Jahrtausende Schiefer</h2>
<p>Der Baybach hat sich über Jahrtausende durch das devonische Schiefergebirge des Hunsrücks gefressen und dabei eine Klamm geschaffen, die in dieser Form in Deutschland selten ist. Die Felswände fallen steil ab, der Bach hat tiefe Kolke in den Stein gewaschen, und an manchen Stellen verengt sich das Tal so weit, dass kaum Tageslicht hineindringt. Der Vergleich mit dem Grand Canyon ist natürlich romantisch übertrieben – aber er fasst die Dramatik dieser Landschaft treffend zusammen.</p>
<p>Was die Klamm zusätzlich interessant macht, ist ihre Geschichte. Wo heute Wanderer durch Stille und Vogelgezwitscher schreiten, war früher gewerbliches Treiben: 26 Mühlen nutzten die Kraft des Baybachs, um Korn zu mahlen, Holz zu sägen und Erze zu verarbeiten. Überreste dieser Mühlen sind noch heute entlang des Weges zu entdecken – verwitterte Grundmauern, alte Mühlräder und die Zeugnisse einer vorindustriellen Wirtschaft, die vollständig von der Wasserkraft dieses kleinen Flusses abhing.</p>
<h2>Die Traumschleife Baybachklamm – Schritt für Schritt</h2>
<p>Die Traumschleife Baybachklamm ist ein vom Deutschen Wanderinstitut zertifizierter Rundwanderweg von 10,5 Kilometern Länge. Start und Ziel ist der Wanderparkplatz Heyweiler, der kostenlos zugänglich ist. Der Weg ist gut ausgeschildert, fordert aber an mehreren Stellen echte Trittsicherheit – festes Schuhwerk mit griffiger Sohle ist Pflicht.</p>
<ol class="pe-schritte pe-schritte--traumschleife-baybachklamm">
<li><strong>Wanderparkplatz Heyweiler – Start ins Buchbachtal</strong>Der Weg beginnt am Parkplatz und führt zunächst ins Buchbachtal entlang des Frankweiler Bachs. Bereits hier zeigen sich kleine Wasserfälle und idyllische Becken. Den Bach muss man zweimal queren, bevor es steil bergauf geht – auf die Wegmarkierungen achten.</li>
<li><strong>Aufstieg durch Steffenshof zum Plateau</strong>Nach dem steilen Anstieg öffnet sich die Landschaft. Der Weg führt durch Steffenshof und weiter zum Prinzbach, über freie Flächen mit Fernblicken in den Hunsrück hinein.</li>
<li><strong>Abstieg entlang des Baybachs zur Schmausemühle</strong>Jetzt beginnt der eigentliche Höhepunkt: Der Weg führt hinunter in die Klamm, direkt am Baybach entlang. Enge Passagen, feuchte Felsen, alte Mühlreste und das Rauschen des Bachs begleiten diesen Abschnitt.</li>
<li><strong>Heyweiler Bauernmühle und Aussichtspunkt Barreterley</strong>Vorbei an der Heyweiler Bauernmühle geht es hinauf zum Aussichtspunkt Barreterley – einer Felsklippe mit Panoramablick über die Klamm und die Hunsrücklandschaft. Bei klarem Wetter ist sogar Burg Waldeck zu sehen.</li>
<li><strong>Rückweg zum Parkplatz</strong>Der letzte Kilometer führt zwischen Wald und Waldrand entlang zurück zum Ausgangspunkt. Immer wieder öffnen sich letzte Blicke ins Tal, bevor der Rundweg am Portal in Heyweiler endet.</li>
</ol>
<h2>Highlights entlang des Weges</h2>
<p>Was die Baybachklamm von anderen Wanderwegen im Hunsrück unterscheidet, ist die Dichte der Eindrücke auf vergleichsweise kurzer Strecke. Wer aufmerksam wandert, entdeckt mehr als nur Wald und Bach.</p>
<ul class="pe-itemliste pe-itemliste--highlights-baybachklamm">
<li>Historische Mühlenreste – von einst 26 Mühlen sind Grundmauern, Mühlkanäle und Steinrelikte erhalten, verteilt entlang des gesamten Baybachs</li>
<li>Schieferhöhlen und Stollen – alte Bergbauhohlräume im Schiefer, heute wichtige Fledermausquartiere und geschützte Lebensräume</li>
<li>Aussichtspunkt Barreterley – Felsklippe kurz vor dem Ende der Tour mit weitem Blick über Klamm und Hunsrückplateau</li>
<li>Felsgrat mit Blick ins Baybachtal – einer der spektakulärsten Aussichtspunkte der gesamten Route, bei klarem Wetter bis zur Burg Waldeck</li>
<li>Schmausemühle – die bekannteste der ehemaligen Mühlen, gut erhalten und ein beliebter Rastplatz</li>
<li>Buchbachtal – ruhiger Einstieg mit kleinen Wasserfällen und idyllischen Bachbecken</li>
</ul>
<h2>Abkürzungen für kürzere Touren</h2>
<p>Wer die komplette Traumschleife mit ihren 10,5 Kilometern und dem Höhenunterschied von rund 350 Metern zu anspruchsvoll findet, hat zwei praktische Alternativen. Die erste Abkürzung führt im Buchbachtal direkt zur Schmausemühle und verkürzt die Strecke etwa um die Hälfte. Die zweite Variante zweigt kurz hinter der Schmausemühle direkt nach Heyweiler ab. Wer nur die Klamm selbst erleben möchte, ohne die Höhenabschnitte zu gehen, kann alternativ mit dem Auto zur Schmausemühle fahren und von dort flussabwärts am Baybach entlangwandern – ein ruhiger, familienfreundlicher Abschnitt ohne Steigungen.</p>
<div class="pe-warnung pe-warnung--warnung-baybachklamm-ausruestung">⚠️ <strong>Achtung:</strong> Die Klamm ist nach Regenfällen besonders rutschig. Feste Wanderschuhe mit rutschfester Sohle sind keine Empfehlung, sondern Voraussetzung. Kinder sollten an engen Stellen an die Hand genommen werden.</div>
<h2>Anfahrt, Parken und praktische Infos</h2>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Information</th>
<th>Details</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Startpunkt</td>
<td>Wanderparkplatz Heyweiler, kostenlos</td>
</tr>
<tr>
<td>Streckenlänge</td>
<td>10,5 km (Rundweg)</td>
</tr>
<tr>
<td>Höhenunterschied</td>
<td>ca. 350 m</td>
</tr>
<tr>
<td>Gehzeit</td>
<td>ca. 4–5 Stunden</td>
</tr>
<tr>
<td>Schwierigkeitsgrad</td>
<td>mittelschwer bis schwer</td>
</tr>
<tr>
<td>Zertifizierung</td>
<td>Traumschleife des Deutschen Wanderinstituts</td>
</tr>
<tr>
<td>Beste Reisezeit</td>
<td>April bis Oktober; Herbst mit Laubfärbung besonders schön</td>
</tr>
<tr>
<td>Anfahrt Auto</td>
<td>Über B327 Richtung Hunsrück, dann Ausschilderung Heyweiler folgen</td>
</tr>
<tr>
<td>Einkehrmöglichkeit</td>
<td>Schmausemühle (saisonal), kein Gastronomieangebot direkt am Start</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wer die Baybachklamm mit weiteren Wanderungen im Hunsrück verbinden möchte, findet in unserem Artikel zum <a href="/natur/moselsteig/">Moselsteig</a> weitere Etappentipps – die Terrassenmosel mit <a href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/burgen-schloesser/burg-eltz/">Burg Eltz</a> und dem Bremmer Calmont liegt von der Klamm aus in kurzer Fahrdistanz.</p>
<h2>Impressionen vom Baybachklamm</h2>
<p class="responsive-video-wrap clr">
<div class="video-wrapped video-wrapped-video video-wrapped-yt" style="width: 1200px; min-height: 675px; background-image: url('https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/plugins/wp-video-embed-privacy-master/preview/yt/HoT0NfLAA1w.jpg?s=c1fa78f34c9d1e94fb49b5499332b0b9dfa1006c433632a1caedf3c645aa7e3c')" data-embed-frame="&lt;iframe hcb-fetch-image-from=&quot;https://www.youtube-nocookie.com/watch?v=HoT0NfLAA1w&quot; title=&quot;Traumschleife &amp;quot;Baybachklamm&amp;quot; / Wanderung / Heyweiler 56290&quot; width=&quot;1200&quot; height=&quot;675&quot; src=&quot;https://www.youtube-nocookie.com/embed/HoT0NfLAA1w?feature=oembed&quot; frameborder=&quot;0&quot; allow=&quot;accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share&quot; referrerpolicy=&quot;strict-origin-when-cross-origin&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;" data-embed-play="&lt;span&gt;Beim Anklicken wird Youtube gestartet.&lt;/span&gt;&lt;div class=&quot;small&quot;&gt;&lt;span&gt;Es gelten die &lt;a href=&quot;https://www.google.com/intl/de/policies/privacy/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Datenschutzerklärungen von Google&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;">
<div class="video-wrapped-nojs"><span>Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.<br />Video-Link: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=HoT0NfLAA1w" target="_blank" rel="noopener">https://www.youtube.com/watch?v=HoT0NfLAA1w</a></span></div>
</div>
<div class="pe-faq pe-faq--faq-baybachklamm"><h2 class="pe-faq__title">Häufige Fragen zur Baybachklamm</h2>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Wie schwer ist die Wanderung?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Mittelschwer bis schwer – 10,5 km mit rund 350 m Höhenunterschied und teilweise steilen, rutschigen Passagen. Feste Wanderschuhe sind Pflicht. Für geübte Wanderer gut machbar in 4–5 Stunden.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Wo parkt man?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Am kostenlosen Wanderparkplatz Heyweiler, dem Start- und Endpunkt der Traumschleife. An Wochenenden im Sommer früh ankommen – der Platz ist begrenzt.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Gibt es Abkürzungen?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Ja – im Buchbachtal direkt zur Schmausemühle abbiegen verkürzt die Strecke auf etwa die Hälfte. Oder kurz nach der Schmausemühle direkt zurück nach Heyweiler.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Wann ist die beste Zeit?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">April bis Oktober. Im Herbst leuchten die Wälder besonders schön. Im Winter kann die Klamm durch Eis sehr gefährlich sein.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Was sind die Highlights?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Barreterley-Felsklipp mit Panoramablick, Schmausemühle, historische Mühlenreste, Schieferhöhlen als Fledermausquartiere und der enge Klamm-Abschnitt direkt am Baybach.</div></div>
    </div>
</div>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/natur/baybachklamm/">Baybachklamm in Rheinland Pfalz</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de">rhein-pfalz-aktiv.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<media:content url="https://www.youtube.com/embed/HoT0NfLAA1w" medium="video" width="1280" height="720">
			<media:player url="https://www.youtube.com/embed/HoT0NfLAA1w" />
			<media:title type="plain">Traumschleife &quot;Baybachklamm&quot; / Wanderung / Heyweiler 56290</media:title>
			<media:description type="html"><![CDATA[Traumschleife &quot;Baybachklamm&quot; / Wanderung / Heyweiler 56290Herzlich willkommen bei einem neuen Video von Adventure TrailsHallo Wander- und Traumschleifenfans....]]></media:description>
			<media:thumbnail url="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/07/Baybachklamm-Herbst.jpg" />
			<media:rating scheme="urn:simple">nonadult</media:rating>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Westerburg im Westerwald – Kleinstadt mit großer Burg</title>
		<link>https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/staedte-gemeinden/westerburg-im-westerwald-kleinstadt-mit-grosser-burg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jul 2026 12:33:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Städte-Gemeinden]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/?p=4262</guid>

					<description><![CDATA[<p>Westerburg ist eine Stadt, die ihren Namen der Burg verdankt – und die Burg verdankt ihren Namen dem Westen. „Westernaha&#8220;, so der keltische Ursprungsname, bedeutet so viel wie „westliches Wasser&#8220; und verweist auf den Schafbach, der heute noch mitten durch die Stadt fließt. Über 700 Jahre nach Verleihung der Stadtrechte ist Westerburg eine kleine, ruhige [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/staedte-gemeinden/westerburg-im-westerwald-kleinstadt-mit-grosser-burg/">Westerburg im Westerwald – Kleinstadt mit großer Burg</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de">rhein-pfalz-aktiv.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Westerburg ist eine Stadt, die ihren Namen der Burg verdankt – und die Burg verdankt ihren Namen dem Westen. „Westernaha&#8220;, so der keltische Ursprungsname, bedeutet so viel wie „westliches Wasser&#8220; und verweist auf den Schafbach, der heute noch mitten durch die Stadt fließt. Über 700 Jahre nach Verleihung der Stadtrechte ist Westerburg eine kleine, ruhige Stadt im Oberen <a href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/natur/wo-liegt-der-westerwald/">Westerwald</a> – mit rund 5.000 Einwohnern, einer historischen Oberstadt und einem Schloss auf dem Burgplateau, das die Geschichte des Ortes in Stein erzählt.</p>
<p>Westerburg liegt im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz, nur wenige Kilometer von der hessischen Grenze entfernt, und ist damit ein echter Westerwälder Ort: nicht mit großstädtischem Getümmel, aber mit einer Tiefe, die sich erst beim Erkunden erschließt. Die historische Oberstadt mit ihrem mittelalterlichen Kern, das Schloss mit seiner langen Herrschaftsgeschichte und der Dreikirchenweg durch die Stadt – das sind die Zutaten eines Tagesausflugs, der sich lohnt.</p>
<div class="pe-zusammenfassung pe-zusammenfassung--westerburg-auf-einen-blick">✅ <strong>Westerburg auf einen Blick:</strong> Stadt im Westerwaldkreis, Rheinland-Pfalz · rund 5.000 Einwohner · Stadtrechte seit 1292 · Lage im Oberen Westerwald, nahe hessischer Grenze · Schloss erstmals 1192 urkundlich erwähnt · Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Westerburg</div>
<h2>Eine Stadt mit 2.700 Jahren Geschichte</h2>
<p>Die ältesten Zeugnisse menschlicher Siedlung in Westerburg reichen bis in die Urnenfelderzeit um 700 vor Christus zurück – eine Urne aus jener Zeit, in der Adolfstraße gefunden, ist heute im Burgmannenhaus ausgestellt. Der Name selbst hat keltische Wurzeln: „Westernaha&#8220; oder „Westernohe&#8220; leitet sich vom keltischen Wort für Wasser ab und verweist auf den Schafbach, dem Gewässer, das die Stadt bis heute prägt.</p>
<p>Im 9. Jahrhundert wurde die Region politisch relevant, als der konradinische Niederlahngraf Gebhard sein Chorherrenstift in das nahegelegene Gemünden verlegte und dem Westerburger Raum Güter schenkte. Das Schloss selbst ist erstmals 1192 urkundlich belegt, die Burganlage dürfte aber älter sein. 1292 schließlich erhob König Adolf von Nassau Westerburg – gemeinsam mit Wetzlar – zur Stadt. Das Stadtrecht orientierte sich am Recht der Stadt Wetzlar, das wiederum auf dem Frankfurter Stadtrecht basierte. Ein Schöffengericht wurde 1303 genehmigt, erste Stadtbefestigungen entstanden spätestens 1304.</p>
<p>Die Stadt entwickelte sich in zwei Teilen: Der älteste Teil lag dicht unterhalb des Schlosses – die heutige Oberstadt. Der untere Bereich wuchs erst später. Bis heute ist diese zweigeteilte Struktur im Stadtbild erkennbar: hier das mittelalterliche Gefüge der Oberstadt, dort die jüngeren Erweiterungen des 19. und 20. Jahrhunderts.</p>
<h2>Das Schloss – Kern der Oberstadt und Spiegel der Geschichte</h2>
<p>Das Schloss Westerburg thront auf einem Plateau mitten im heutigen Stadtkern – einst östlich der alten Stadt gelegen, ist es inzwischen von ihr umschlossen. Die Burganlage gehörte zunächst den Grafen von Leiningen und gelangte zu Beginn des 13. Jahrhunderts durch eine Heirat an die Herren von Runkel. In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde sie Sitz der Herren von Westerburg, die sich 1288 mit Heinrich I. von Westerburg endgültig vom Haus Runkel abspalteten und eine eigene Linie begründeten.</p>
<p>Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Schloss mehrfach erweitert und umgebaut. Die Burgkapelle in der Nordostecke und Teile der Ostfront stammen vermutlich aus dem frühen 13. Jahrhundert – die ältesten noch erhaltenen Abschnitte der Anlage. Das Gebäude mit dem großen Rittersaal wurde zwischen 1476 und 1483 fertiggestellt. Die Burgarchitektur lässt sich in fünf Bauphasen unterteilen: vom runden Bergfried unter Siegfried II. von Runkel im frühen 13. Jahrhundert bis zum Lustgarten des 18. Jahrhunderts, der auf älteren Burgmauern errichtet wurde.</p>
<ul class="pe-itemliste pe-itemliste--schloss-westerwald-highlights">
<li>Burgkapelle – ältester erhaltener Teil der Anlage, vermutlich frühes 13. Jahrhundert, spätromanisches Kapitelportal mit zwei liegenden Löwen</li>
<li>Großer Rittersaal – fertiggestellt 1476–1483, Teil des Hauptgebäudes mit Mansarddach</li>
<li>Bergfried (Butterfassturm) – runder Wehrturm, erste Phase unter Siegfried II. von Runkel</li>
<li>Restaurant im Schloss – heute Gastronomie in historischen Gemäuern</li>
</ul>
<p>Nach der Mediatisierung im Reichsdeputationshauptschluss 1803 fiel die Herrschaft Westerburg an das Herzogtum Nassau, das Schloss blieb aber in Leininger Besitz. Nach dem Ersten Weltkrieg diente es als Erholungsheim, dann als Weberei, im Zweiten Weltkrieg als „Kinderlandverschickung&#8220;. Heute ist das Schloss im Privatbesitz und beherbergt neben einem Restaurant auch eine Zahnarztpraxis – eine pragmatische Nutzung mit historischem Ambiente.</p>
<h2>Das Burgmannenhaus – Westerburgs gute Stube</h2>
<p>Direkt neben dem Schloss liegt das Burgmannenhaus, eines der ältesten erhaltenen Gebäude der Stadt und inzwischen als „Westerburgs gute Stube&#8220; bekannt. Es diente einst als Wohnhaus für die Burgmannen – jene Ritter und Edelleute, die im Dienst der Schlossgrafschaft standen und dafür in der Unterstadt wohnten. Heute beherbergt das Haus unter anderem Fundstücke aus der Urnenfelderzeit und ist Ausgangspunkt für die historischen Stadtführungen und Podcastwege, die Westerburg seit einigen Jahren anbietet.</p>
<div class="pe-infobox pe-infobox--tipp-burgmannenhaus-podcast">💡 <strong>Tipp:</strong> Westerburg hat mehrere audio-geführte Themenwege entwickelt, darunter einen zur Stadtgeschichte und einen zu den Sehenswürdigkeiten. Start ist am Alten Markt, die Audioführungen sind kostenlos über das Hinweisschild am Startpunkt abrufbar.</div>
<h2>Der Dreikirchenweg – Kultur auf 3,4 Kilometern</h2>
<p>Eine besondere Möglichkeit, Westerburg zu erleben, ist der Dreikirchenweg – eine 3,4 Kilometer lange Rundwanderung, die drei bedeutende Kirchen der Stadt miteinander verbindet: die evangelische Schlosskirche, die Christkönigkirche und die Liebfrauenkirche. Der Weg führt durch die schönsten Winkel der Altstadt und verbindet Geschichte, Architektur und Landschaft auf engem Raum. Die Schlosskirche, direkt an der Burganlage gelegen, hat einen spätromanischen Turm, der möglicherweise auf den ersten Kirchenbau neben der Burgkapelle zurückgeht – ein stiller Zeuge der frühen Siedlungsgeschichte. Wer Kultur, Geschichte und einen ruhigen Spaziergang sucht, ist hier gut aufgehoben.</p>
<h2>Wandern und Radfahren rund um Westerburg</h2>
<p>Westerburg liegt mitten im Wandergebiet des Oberwesterwalds und ist von gut markierten Wegen durchzogen. Der WesterwaldSteig – als Top Trail of Germany ausgezeichnet – verläuft durch die unmittelbare Umgebung und ist von Westerburg aus bequem zu erreichen. Wer eine kürzere Tagestour sucht, findet im Stadtgebiet und der näheren Umgebung mehrere ausgeschilderte Rundwanderwege, die durch Buchenwälder, über Hochflächen und an Bachauen entlangführen.</p>
<p>Besonders beliebt ist die Wanderung zum Wiesensee bei Stahlhofen am Wiesensee, nur wenige Kilometer von Westerburg entfernt. Der Wiesensee ist eines der bekanntesten Freizeitzentren des Westerwalds: ein Badesee mit Naturufer, Möglichkeiten zum Segeln, Surfen und Angeln, einer Minigolfanlage und einem Campingplatz direkt am Wasser. Er liegt eingebettet in sanfte Hügellandschaft und ist im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel für Familien aus der gesamten Region.</p>
<ol class="pe-schritte pe-schritte--tagesausflug-westerburg">
<li><strong>Morgens: Oberstadt und Schloss</strong>Start am Alten Markt, Bummel durch die historische Oberstadt, Besuch des Burgmannenhauses mit den Urnenfeldfunden. Aufstieg zum Schlossplateau mit Blick über die Stadt.</li>
<li><strong>Mittags: Dreikirchenweg</strong>Die 3,4 km lange Rundroute durch Westerburg führt an Schlosskirche, Christkönigkirche und Liebfrauenkirche vorbei – ideal als Verdauungsspaziergang nach dem Mittagessen im Schlossrestaurant.</li>
<li><strong>Nachmittags: Wiesensee</strong>Nur wenige Kilometer entfernt lädt der Wiesensee bei Stahlhofen zum Baden, Segeln oder Entspannen am Ufer ein. Im Sommer ist er bis zum frühen Abend frequentiert.</li>
<li><strong>Optional: WesterwaldSteig-Etappe</strong>Wer mehr Kilometer machen möchte, startet von Westerburg auf eine Teiletappe des WesterwaldSteigs Richtung Bad Marienberg oder Hachenburg – beide Orte sind mit dem Bus auch wieder erreichbar.</li>
</ol>
<h2>Der Erlebnisbahnhof Westerwald und das Eisenbahnplakat-Museum</h2>
<p>Westerburg hat eine besondere Beziehung zur Eisenbahn. Bis 1981 fuhr die Westerwaldquerbahn durch die Stadt, die Strecke Herborn–Montabaur wurde im Personenverkehr eingestellt, der Güterverkehr folgte 1995. Was geblieben ist: der Erlebnisbahnhof Westerwald, der heute als Veranstaltungsort und kultureller Treffpunkt dient, und das Eisenbahnplakat-Museum – eine außergewöhnliche Sammlung historischer Reiseplakate aus der Blütezeit des Bahnreisens. Wer sich für Grafik- und Designgeschichte interessiert, findet hier ein stilles, lohnenswertes Museum abseits der großen Tourismusrouten.</p>
<h2>Westerburg als Ausgangspunkt im Westerwald</h2>
<p>Die Stadt liegt günstig im Oberwesterwald und ist von dort aus gut erschlossen. Die Westerwälder Seenplatte mit dem Dreifelder Weiher ist nur wenige Kilometer entfernt – ein ideales Ziel für einen halben Tag mit Radtour um alle sieben Weiher. Bad Marienberg, der nächste Kurort mit Barfußweg und Wildpark, liegt in unmittelbarer Nähe. Hachenburg mit seinem barocken Schloss und der hübschen Altstadt ist ebenfalls gut erreichbar. Und für alle, die tiefer in die Vulkangeologie des Westerwalds eintauchen möchten, ist der Stöffel-Park in Enspel – Freilichtmuseum auf einem ehemaligen Basaltgelände – eine lohnende Ergänzung zum Ausflug.</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Information</th>
<th>Details</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Lage</td>
<td>Oberwesterwald, Westerwaldkreis, Rheinland-Pfalz</td>
</tr>
<tr>
<td>Stadtrechte</td>
<td>seit 9. Juli 1292 (König Adolf von Nassau)</td>
</tr>
<tr>
<td>Schloss erstmals erwähnt</td>
<td>1192</td>
</tr>
<tr>
<td>Einwohner</td>
<td>ca. 5.000</td>
</tr>
<tr>
<td>Anfahrt Auto</td>
<td>A3 oder A48, jeweils ca. 20 km Entfernung</td>
</tr>
<tr>
<td>Sehenswürdigkeiten</td>
<td>Schloss, Burgmannenhaus, Dreikirchenweg, Eisenbahnplakat-Museum</td>
</tr>
<tr>
<td>Freizeit in der Nähe</td>
<td>Wiesensee Stahlhofen, Westerwälder Seenplatte, WesterwaldSteig</td>
</tr>
<tr>
<td>Ausflugsziele</td>
<td>Bad Marienberg, Hachenburg, Stöffel-Park Enspel</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Wer von Westerburg aus den Westerwald weiter erkunden möchte, findet in unserem Artikel zu den <a href="/freizeit/aktivitaeten-im-westerwald/">Aktivitäten im Westerwald</a> einen umfassenden Überblick – von Wanderwegen über Besucherbergwerke bis zur Westerwälder Seenplatte.</p>
<div class="pe-faq pe-faq--faq-westerburg-westerwald"><h2 class="pe-faq__title">Häufige Fragen zu Westerburg</h2>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Wo liegt Westerburg?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Im Oberwesterwald, im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz, nahe der hessischen Grenze. Die nächsten Autobahnen A3, A45 und A48 sind jeweils rund 20 Kilometer entfernt.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Wann wurde die Stadt gegründet?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Die Stadtrechte wurden am 9. Juli 1292 durch König Adolf von Nassau verliehen. Die Burg selbst ist bereits 1192 urkundlich erwähnt, menschliche Siedlungsspuren reichen bis um 700 vor Christus zurück.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Kann man das Schloss besichtigen?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Das Schloss ist im Privatbesitz. Es beherbergt ein Restaurant, das für Besucher zugänglich ist. Die historische Burgkapelle und Teile der Anlage sind bei Stadtführungen zu erleben.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Was ist der Dreikirchenweg?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Eine 3,4 km lange Rundwanderung durch Westerburg, die drei Kirchen – Schlosskirche, Christkönigkirche und Liebfrauenkirche – miteinander verbindet und durch die schönsten Teile der Altstadt führt.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Was gibt es in der Umgebung?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Wiesensee Stahlhofen zum Baden und Segeln, Westerwälder Seenplatte, Bad Marienberg, Hachenburg, WesterwaldSteig und Stöffel-Park Enspel sind alle in kurzer Fahrdistanz erreichbar.</div></div>
    </div>
</div>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/staedte-gemeinden/westerburg-im-westerwald-kleinstadt-mit-grosser-burg/">Westerburg im Westerwald – Kleinstadt mit großer Burg</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de">rhein-pfalz-aktiv.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wo liegt der Westerwald – und was macht ihn besonders?</title>
		<link>https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/natur/wo-liegt-der-westerwald/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jul 2026 07:43:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/?p=3712</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Westerwald ist eines der am häufigsten missverstandenen deutschen Mittelgebirge. Im Volksmund gilt er als regnerisch, etwas rau und ein wenig aus der Zeit gefallen – eine Klischee-Eifel ohne Vulkane, ein bescheidenes Sauerland ohne Skigebiet. Wer den Westerwald kennt, weiß, dass das Unsinn ist. Das Mittelgebirge bietet eine der schönsten Wanderregionen Deutschlands, eine Seenplatte inmitten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/natur/wo-liegt-der-westerwald/">Wo liegt der Westerwald – und was macht ihn besonders?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de">rhein-pfalz-aktiv.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Westerwald ist eines der am häufigsten missverstandenen deutschen Mittelgebirge. Im Volksmund gilt er als regnerisch, etwas rau und ein wenig aus der Zeit gefallen – eine Klischee-Eifel ohne Vulkane, ein bescheidenes Sauerland ohne Skigebiet. Wer den Westerwald kennt, weiß, dass das Unsinn ist. Das Mittelgebirge bietet eine der schönsten Wanderregionen Deutschlands, eine Seenplatte inmitten von Wäldern, eine jahrtausendealte Keramiktradition und mit dem WesterwaldSteig einen der ausgezeichnetsten Fernwanderwege des Landes. Und das meiste davon liegt in Rheinland-Pfalz.</p>
<p>Der Westerwald erstreckt sich über drei Bundesländer – Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen – wobei der mit Abstand größte und landschaftlich bedeutendste Teil in Rheinland-Pfalz liegt. Wer von Koblenz aus in nordöstliche Richtung fährt, ist nach wenigen Kilometern im Westerwald. Wer in Montabaur oder Altenkirchen wohnt, ist mittendrin. Und wer auf dem WesterwaldSteig wandert, bewegt sich auf dem größten Teil seiner 235 Kilometer durch rheinland-pfälzisches Gebiet.</p>
<div class="pe-zusammenfassung pe-zusammenfassung--westerwald-auf-einen-blick">✅ <strong>Westerwald auf einen Blick:</strong> Mittelgebirge in Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen · ca. 5.000 km² Gesamtfläche · höchster Punkt: Fuchskaute 657,3 m · Kernregion in RLP: Westerwaldkreis und Landkreis Altenkirchen · begrenzt von Lahn (Süd), Rhein (West), Sieg (Nord) und Dill (Ost) · Teil des Rheinischen Schiefergebirges</div>
<h2>Lage und Grenzen – eingebettet zwischen vier Flüssen</h2>
<p>Der Westerwald liegt im östlichen Rheinland-Pfalz und angrenzenden Teilen von Hessen und Nordrhein-Westfalen. Seine geografischen Grenzen sind klar durch Flüsse definiert: Im Süden begrenzt die Lahn den Westerwald vom Taunus, im Westen der Rhein von der Eifel, im Norden die Sieg vom Sauerland und Siegbergland, im Osten die Dill vom Gladenbacher Bergland. Innerhalb dieses Vierecks liegt eine Mittelgebirgslandschaft von rund 5.000 Quadratkilometern.</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Grenzfluss</th>
<th>Richtung</th>
<th>Angrenzende Landschaft</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Lahn</td>
<td>Süd</td>
<td>Taunus / Hintertaunus</td>
</tr>
<tr>
<td>Rhein</td>
<td>West</td>
<td>Eifel (linksrheinisch)</td>
</tr>
<tr>
<td>Sieg</td>
<td>Nord</td>
<td>Sauerland / Ebbegebirge</td>
</tr>
<tr>
<td>Dill</td>
<td>Ost</td>
<td>Gladenbacher Bergland</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Der Westerwald ist Teil des Rheinischen Schiefergebirges – jenes großen geologischen Blocks, der auch Eifel, Hunsrück und Taunus umfasst. Was ihn geologisch besonders macht, ist die ausgeprägte vulkanische Überprägung: Unter dem devonischen Schiefergrundgebirge liegen Basaltdecken, die dem Westerwald seinen charakteristischen dunklen Stein und seine Kuppen-Landschaft geben. Das Kannenbäckerland rund um Höhr-Grenzhausen und Ransbach-Baumbach verdankt seine jahrhundertealte Keramiktradition ebenfalls der Geologie – hier liegt eine der bedeutendsten Tonlagerstätten Deutschlands.</p>
<h2>Drei Regionen – eine Landschaft</h2>
<p>Der Westerwald gliedert sich klassisch in drei Teilregionen, die sich in Höhe, Landschaft und Charakter unterscheiden.</p>
<ul class="pe-itemliste pe-itemliste--westerwald-regionen">
<li>Hoher Westerwald: Die östlichste und höchste Region, mit der Fuchskaute (657,3 m) als höchstem Punkt. Hier liegt das Hauptkammgebiet mit den größten Höhenunterschieden, den ausgedehntesten Wäldern und dem rauhesten Klima. Großteils in Rheinland-Pfalz, Grenzgebiet zu Hessen.</li>
<li>Oberwesterwald: Die mittlere Zone mit der Westerwälder Seenplatte und Bad Marienberg als Zentrum. Offenere Landschaft, Hochflächen, der WesterwaldSteig führt durch diesen Abschnitt. Vollständig in Rheinland-Pfalz (Westerwaldkreis).</li>
<li>Niederwesterwald (Unterwesterwald): Der westliche und südwestliche Teil, der sich zur Lahn und zum Rhein hin öffnet. Niedrigere Lagen (200–400 m), das Kannenbäckerland um Höhr-Grenzhausen, Montabaur als größte Stadt. Vollständig in Rheinland-Pfalz.</li>
</ul>
<h2>Welcher Teil gehört zu Rheinland-Pfalz?</h2>
<p>Der rheinland-pfälzische Anteil ist der Löwenanteil. Die drei Kernlandkreise des Westerwalds – der Westerwaldkreis mit Kreisstadt Montabaur, der Landkreis Altenkirchen im Norden und Teile des Landkreises Neuwied im Westen – liegen vollständig in Rheinland-Pfalz. Hessen stellt im Wesentlichen den östlichen Rand mit dem Lahn-Dill-Kreis und dem Landkreis Limburg-Weilburg, Nordrhein-Westfalen den nördlichsten Zipfel jenseits der Sieg.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-3715" title="Landkreise im Westerwald" src="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2025/04/Landkreise-im-Westerwald.jpeg" alt="Landkreise im Westerwald" width="1024" height="768" srcset="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2025/04/Landkreise-im-Westerwald.jpeg 1024w, https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2025/04/Landkreise-im-Westerwald-300x225.jpeg 300w, https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2025/04/Landkreise-im-Westerwald-768x576.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>Wichtig für alle, die Ausflüge planen: Einige bekannte Sehenswürdigkeiten, die dem Westerwald zugeordnet werden, liegen tatsächlich in Hessen. Burg Greifenstein beispielsweise liegt im hessischen Lahn-Dill-Kreis, das „Ewige Eis&#8220; bei Dornburg ebenfalls in Hessen. Wer gezielt Rheinland-Pfalz erkunden möchte, hält sich an den Westerwaldkreis und den Landkreis Altenkirchen.</p>
<div class="pe-infobox pe-infobox--tipp-rlp-anteil-westerwald">💡 <strong>Tipp:</strong> Der WesterwaldSteig (235 km, 16 Etappen) beginnt in Herborn in Hessen, verläuft aber ab Etappe 2 vollständig durch Rheinland-Pfalz bis nach Bad Hönningen am Rhein – als Top Trail of Germany ausgezeichnet.</div>
<h2>Die Fuchskaute und andere Berge</h2>
<p>Der höchste Punkt des Westerwaldes ist die Fuchskaute im Hohen Westerwald mit 657,3 Metern über Normalhöhennull – ein erloschener Vulkankegel, auf dessen Kuppe heute ein Fernsehturm steht und ein Aussichtspunkt Wanderern einen weiten Blick über die Hochfläche ermöglicht. Knapp darunter folgen der Stegskopf (654,4 m) und der Salzburger Kopf (654,2 m). Gemessen an alpinen Maßstäben sind das bescheidene Höhen – gemessen an dem, was sie bieten, sind die Hochlagen des Westerwaldes echter Genuss: weite Blicke, ruhige Wälder, kaum touristisches Gedränge.</p>
<h2>Die Westerwälder Seenplatte</h2>
<p>Eine der schönsten Überraschungen des Westerwaldes liegt mitten im Oberwesterwald: die Westerwälder Seenplatte mit sieben Weihern, die auf einem alten Sumpfgebiet entstanden sind. Der Dreifelder Weiher mit 123 Hektar ist der größte und ein bedeutendes Naturschutzgebiet für Wasservögel. Der Postweiher bietet ein Naturstrandbad. Ein 34 Kilometer langer Radweg und der 7-Weiher-Wanderweg verbinden die Seen und machen das Gebiet zu einem idealen Tagesausflugsziel aus dem Rheintal oder aus der Region Koblenz.</p>
<h2>Keramik, Basalt und das Kannenbäckerland</h2>
<p>Was den Westerwald wirtschaftlich und kulturell geprägt hat wie kaum ein anderer Faktor, ist der Ton. Das Kannenbäckerland rund um Höhr-Grenzhausen, Grenzau und Ransbach-Baumbach ist seit dem Mittelalter das bedeutendste Steinzeugzentrum Deutschlands – der charakteristische blaugraue Westerwald-Krug mit Kobaltblau-Dekor ist weltbekannt. Das Keramikmuseum Westerwald in Höhr-Grenzhausen zeigt die Geschichte dieser Tradition von mittelalterlichen Töpfereien bis zu zeitgenössischer Keramikkunst.</p>
<p>Neben dem Ton ist Basalt der zweite prägende Rohstoff. Die Wirtgen Group aus Windhagen baut Straßenbaumaschinen, die auf Baustellen rund um den Globus eingesetzt werden – und hat ihre Wurzeln im Basaltabbau des Westerwaldes. Auch der Stöffel-Park in Enspel, ein Freilichtmuseum auf einem ehemaligen Basaltabbaugelände, erzählt diese Geschichte anschaulich.</p>
<h2>Klima und beste Reisezeit</h2>
<p>Der Westerwald hat sein Regenklima-Image nicht völlig zu Unrecht. Die Hochlagen um die Fuchskaute gehören zu den niederschlagsreichsten Regionen in Rheinland-Pfalz – mit über 1.000 Millimetern Jahresniederschlag und kühleren Sommertemperaturen als im Rheintal. Das macht den Westerwald im Sommer angenehm kühl und zu einem attraktiven Ziel für Wanderer, die der Hitze des Rheintals entfliehen wollen. Die beste Reisezeit ist Mai bis Oktober. Wer den Westerwald im Herbst mit seinen bunten Buchenwäldern erlebt, versteht schnell, warum er mehr als ein Geheimtipp ist.</p>
<figure id="attachment_4258" aria-describedby="caption-attachment-4258" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4258 size-full" title="Westerwald mit Rhein " src="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/07/Westewald-mit-Rhein.jpg" alt="Westerwald mit Rhein (pixabay)" width="1000" height="750" srcset="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/07/Westewald-mit-Rhein.jpg 1000w, https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/07/Westewald-mit-Rhein-300x225.jpg 300w, https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/07/Westewald-mit-Rhein-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-4258" class="wp-caption-text">Westerwald mit Rhein</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wer mehr über die konkreten Ausflugsmöglichkeiten im rheinland-pfälzischen Westerwald erfahren möchte, findet in unserem Artikel zu den <a href="/freizeit/aktivitaeten-im-westerwald/">Aktivitäten im Westerwald</a> einen ausführlichen Überblick – von der Westerwälder Seenplatte bis zur Grube Bindweide.</p>
<h2>Eindrücke vom Westerwaldsteig</h2>
<p class="responsive-video-wrap clr">
<div class="video-wrapped video-wrapped-video video-wrapped-yt" style="width: 1200px; min-height: 675px; background-image: url('https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/plugins/wp-video-embed-privacy-master/preview/yt/iWNtiS9xLJE.jpg?s=9cd2978cd86962a348d6d7faf0f7175753c8b622af5dfe7436e971909041df6f')" data-embed-frame="&lt;iframe hcb-fetch-image-from=&quot;https://www.youtube-nocookie.com/watch?v=iWNtiS9xLJE&quot; title=&quot;Westerwaldsteig 7.Etappe von Enspel bis Unna-Korb. Wandern im Westerwald&quot; width=&quot;1200&quot; height=&quot;675&quot; src=&quot;https://www.youtube-nocookie.com/embed/iWNtiS9xLJE?feature=oembed&quot; frameborder=&quot;0&quot; allow=&quot;accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share&quot; referrerpolicy=&quot;strict-origin-when-cross-origin&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;" data-embed-play="&lt;span&gt;Beim Anklicken wird Youtube gestartet.&lt;/span&gt;&lt;div class=&quot;small&quot;&gt;&lt;span&gt;Es gelten die &lt;a href=&quot;https://www.google.com/intl/de/policies/privacy/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Datenschutzerklärungen von Google&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;">
<div class="video-wrapped-nojs"><span>Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.<br />Video-Link: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=iWNtiS9xLJE" target="_blank" rel="noopener">https://www.youtube.com/watch?v=iWNtiS9xLJE</a></span></div>
</div>
<div class="pe-faq pe-faq--faq-westerwald-lage"><h2 class="pe-faq__title">Häufige Fragen zum Westerwald</h2>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">In welchen Bundesländern liegt der Westerwald?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Der Westerwald erstreckt sich über Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Der größte und landschaftlich bedeutendste Teil liegt in Rheinland-Pfalz, mit dem Westerwaldkreis und dem Landkreis Altenkirchen als Kerngebiet.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Was ist der höchste Punkt?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Die Fuchskaute im Hohen Westerwald mit 657,3 Metern über Normalhöhennull – ein erloschener Vulkankegel mit Fernsehturm und Aussichtspunkt.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Was ist das Kannenbäckerland?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Eine Region im Niederwesterwald um Höhr-Grenzhausen und Ransbach-Baumbach, die seit dem Mittelalter als Zentrum der deutschen Steinzeugproduktion gilt. Der Westerwald-Krug mit Kobaltblau-Dekor ist weltweit bekannt.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Wann ist die beste Reisezeit?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Mai bis Oktober. Im Sommer bietet der Westerwald angenehm kühlere Temperaturen als das Rheintal. Im Herbst leuchten die Buchenwälder besonders schön.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Was ist die Westerwälder Seenplatte?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Eine Gruppe von sieben Weihern im Oberwesterwald, mit dem Dreifelder Weiher (123 ha) als größtem. Naturstrandbad, Radweg und 7-Weiher-Wanderweg erschließen das Gebiet.</div></div>
    </div>
</div>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/natur/wo-liegt-der-westerwald/">Wo liegt der Westerwald – und was macht ihn besonders?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de">rhein-pfalz-aktiv.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<media:content url="https://www.youtube.com/embed/iWNtiS9xLJE" medium="video" width="1280" height="720">
			<media:player url="https://www.youtube.com/embed/iWNtiS9xLJE" />
			<media:title type="plain">Westerwaldsteig 7.Etappe von Enspel bis Unna-Korb. Wandern im Westerwald</media:title>
			<media:description type="html"><![CDATA[Besuche meinen Shophttps://einfach-outdoor.myspreadshop.de/Kaffeekasse:https://paypal.me/einfachoutdoorWerbung:Meine Ausrüstung:★Mein Faltrad:  https://engwe...]]></media:description>
			<media:thumbnail url="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/07/Westerwald.jpg" />
			<media:rating scheme="urn:simple">nonadult</media:rating>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Cochem – wo die Mosel ihre schönste Schleife macht</title>
		<link>https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/staedte-gemeinden/cochem-wo-die-mosel-ihre-schoenste-schleife-macht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2026 09:19:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Städte-Gemeinden]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/?p=4249</guid>

					<description><![CDATA[<p>Cochem hat eine Eigenschaft, die nicht viele Städte von sich behaupten können: Man sieht das Highlight, bevor man überhaupt angekommen ist. Schon aus dem Zugfenster oder vom Rheinradweg aus taucht sie auf – die Reichsburg, hoch über den Dächern der Altstadt auf einem steilen Bergkegel, mit Zinnen, Türmen und einem Umriss, der wie aus einem [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/staedte-gemeinden/cochem-wo-die-mosel-ihre-schoenste-schleife-macht/">Cochem – wo die Mosel ihre schönste Schleife macht</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de">rhein-pfalz-aktiv.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Cochem hat eine Eigenschaft, die nicht viele Städte von sich behaupten können: Man sieht das Highlight, bevor man überhaupt angekommen ist. Schon aus dem Zugfenster oder vom Rheinradweg aus taucht sie auf – die <a href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/burgen-schloesser/burg-cochem-mosel/">Reichsburg</a>, hoch über den Dächern der Altstadt auf einem steilen Bergkegel, mit Zinnen, Türmen und einem Umriss, der wie aus einem Märchenbuch herausgeschnitten wirkt. Und dann, wenn man in die engen Gassen der Altstadt einbiegt, zwischen farbenfrohen Fachwerkhäusern und dem Duft von Moselwein – versteht man, warum William Turner hier mehrfach haltmachte und die Stadt auf Papier bannte.</p>
<p>Cochem ist mit rund 5.000 Einwohnern eine kleine Stadt, aber keine unbekannte. Wer die Mosel kennt, kennt Cochem. Das Städtchen liegt an einer der schönsten Moselschleifen, eingebettet zwischen terrassierten Weinbergen und dem grünen Hang des Cochemer Krampen – einem Naturschutzgebiet direkt an der Stadt. Die Kombination aus Burg, Altstadt, Weinkultur und Flusslandschaft macht Cochem zu einem der meistbesuchten Ausflugsziele der gesamten Moselregion.</p>
<h2>Die Reichsburg – ein neugotischer Traum mit mittelalterlichen Wurzeln</h2>
<p>Was so makellos mittelalterlich aussieht, ist es nur zum Teil. Die Reichsburg Cochem wurde um das Jahr 1100 erstmals errichtet – urkundlich erwähnt im Jahr 1130 – und diente über Jahrhunderte als Zollburg: Von hier oben, rund 100 Meter über der Mosel, ließ sich jeder Kahn kontrollieren, der das Tal passieren wollte. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 sprengten französische Truppen die Anlage. Was blieb, waren Mauerreste und eine Ruine, die über 170 Jahre lang dem Verfall überließen wurde.</p>
<p>Den Wendepunkt brachte Louis Frédéric Jacques Ravené, ein wohlhabender Berliner Eisenwarenhändler, der sein Vermögen im Eisenbahnboom des 19. Jahrhunderts gemacht hatte. 1868 kaufte er die Ruine und ließ sie bis 1877 im neugotischen Stil vollständig wiederaufbauen – als Sommersitz der Familie. Architekt war Georg Morin, der Ravené einen Bau lieferte, der mehr märchenhaft als historisch korrekt war: Zinnen, spitze Türme, Erkerfenster, Wehrgang und Burgkapelle in einem romantisierten Bild des Mittelalters, wie es die Epoche des Historismus liebte. Ravené starb 1879, kurz nach Fertigstellung. Sein Sohn vollendete den Ausbau. 75 Jahre lang blieb die Burg in Familienbesitz, 1942 fiel sie an das Deutsche Reich, nach dem Krieg an das neu gegründete Rheinland-Pfalz. Seit 1978 gehört die Reichsburg der Stadt Cochem – und Ravené ist heute Ehrenbürger. Eine Straße trägt seinen Namen.</p>
<div class="pe-zusammenfassung pe-zusammenfassung--reichsburg-cochem-fakten">✅ <strong>Reichsburg Cochem auf einen Blick:</strong> Ersterwähnung 1130 · Zerstörung 1689 durch französische Truppen · Wiederaufbau 1868–1877 durch Louis Ravené im neugotischen Stil · Seit 1978 Eigentum der Stadt Cochem · Lage: 154 m ü. NHN, rund 100 m über der Mosel · Führungen täglich von März bis November · rund 250.000 Besucher jährlich.</div>
<h2>Was man in der Burg sehen kann</h2>
<p>Die Reichsburg ist täglich von März bis November geöffnet, im Winter mit eingeschränkten Zeiten. Das Außengelände kann kostenlos besucht werden. Wer die Innenräume sehen möchte, bucht eine der mehrsprachigen Burgführungen – sie dauern rund 40 Minuten und führen durch Rittersaal, Speisesaal, Jagdzimmer, Burgkapelle und Kemenate. Alle Räume sind mit Möbeln und Kunstgegenständen aus dem 19. Jahrhundert ausgestattet, die den Stil des Wiederaufbaus authentisch widerspiegeln. Der Bergfried bietet einen der schönsten Panoramablicke der gesamten Mosel: Das Tal öffnet sich in beide Richtungen, die Weinberge des Cochemer Krampen leuchten, und die Altstadt liegt wie ein farbiges Teppichmuster zu Füßen.</p>
<p>Freitags und samstags finden zudem rustikale Rittermahle statt – die sogenannte „Gasterey nach Art der alten Rittersleut&#8220; – bei denen Gäste in historischem Ambiente speisen. Im Advent gibt es die Cochemer Burgweihnacht, immer am vorletzten Wochenende vor Heiligabend, einem der stimmungsvollsten Weihnachtsmärkte der Region. Für Kinder lohnen sich die Geisterführungen, bei denen auch normalerweise nicht zugängliche Winkel der Burg besichtigt werden.</p>
<ol class="pe-schritte pe-schritte--aufstieg-reichsburg-cochem">
<li><strong>Zu Fuß durch die Altstadt</strong>Der schönste Weg: vom Marktplatz durch die Schlossstraße oder das steile „Tummelchen&#8220; hinauf zur Burg. Dauer: 10–15 Minuten. Unterwegs öffnen sich immer neue Blicke auf die Mosel und die Altstadt.</li>
<li><strong>Mit dem Shuttle-Bus</strong>Ein Shuttlebus fährt vom Stadtzentrum zur Burg. Einfache Fahrt 2,50 €, Hin- und Rückfahrt 4,00 € (Stand 2024). Praktisch für Familien mit kleinen Kindern oder nach dem Besuch mit müden Beinen.</li>
<li><strong>Mit dem Auto</strong>Parkplätze am Burgberg. Vom Parkplatz sind es wenige Minuten zu Fuß zum Eingang. Empfehlung: Kommen Sie früh, besonders im Sommer füllen sich die Parkplätze schnell.</li>
</ol>
<figure id="attachment_4035" aria-describedby="caption-attachment-4035" style="width: 960px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4035 size-full" title="Reichsburg Cochem an der Mosel" src="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2025/05/Burg-Cochem-Mosel.jpg" alt="Reichsburg Cochem an der Mosel" width="960" height="720" srcset="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2025/05/Burg-Cochem-Mosel.jpg 960w, https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2025/05/Burg-Cochem-Mosel-300x225.jpg 300w, https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2025/05/Burg-Cochem-Mosel-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /><figcaption id="caption-attachment-4035" class="wp-caption-text">Reichsburg Cochem an der Mosel</figcaption></figure>
<h2>Die Altstadt – Fachwerk, Weinstuben und drei mittelalterliche Stadttore</h2>
<p>Wer nur wegen der Reichsburg nach Cochem kommt, verpasst die Hälfte. Die Altstadt ist für sich genommen ein Erlebnis. Drei historische Stadttore – das Enderttor, das Martinstor und das Balduinstor – rahmen das Zentrum ein, das sich zwischen Burgberg und Moselufer erstreckt. Das Herzstück ist der historische Marktplatz mit schiefergedeckten Fachwerkhäusern und dem Rathaus von 1739. Die engen Gassen dahinter, gesäumt von Weinstuben, kleinen Läden und Cafés, sind zwar touristisch frequentiert – aber auch abseits der Hochsaison stimmungsvoll.</p>
<p>Ein besonderes Erlebnis bietet die Nachtwächterführung: Jeden Samstag abends führt ein Nachtwächter durch die Altstadt und erzählt Geschichten aus der langen Stadtgeschichte. Tickets kosten 10 Euro pro Person und müssen vorab online gebucht werden. Wer lieber tagsüber schaut: Der Aussichtspunkt Pinnerkreuz auf der anderen Moselseite im Stadtteil Cond bietet einen der schönsten Blicke auf die gesamte Stadtkulisse – Altstadt, Mosel und Reichsburg in einem Panorama.</p>
<h2>Sesselbahn, Schifffahrt und Weinberge</h2>
<p>Die Cochemer Sesselbahn fährt von der Altstadt auf den Pinnerberg hinauf – von dort oben öffnet sich ein weiter Blick über das Moseltal, der besonders in der Weinlesezeit im Oktober beeindruckend ist. Die Seilbahn ist saisonal geöffnet und kann für Familien mit Kindern eine schöne Ergänzung zum Burgbesuch sein.</p>
<p>Von Cochem legen regelmäßig Schiffe zur Moselschifffahrt ab – besonders beliebt ist die Tour in das beschauliche Moseldorf Beilstein mit seiner kleinen Burg Metternich und dem mittelalterlich anmutenden Marktplatz. Die Fahrt führt durch eine Schleuse und dauert je nach Angebot ein bis zwei Stunden. Wer mehr Zeit hat, fährt weiter bis nach Traben-Trarbach oder hinunter nach Koblenz. Die Weinberge rund um Cochem – allen voran die Lagen am Cochemer Krampen – sind typisch für die Terrassenmosel: steile Schieferhänge, Handarbeit, Riesling. Eine Weinprobe in einer der zahlreichen Straußwirtschaften oder Weinstuben gehört zu einem Cochemer Besuch dazu.</p>
<ul class="pe-itemliste pe-itemliste--sehenswuerdigkeiten-cochem">
<li>Reichsburg Cochem – größte Höhenburg an der Mosel, März–November täglich geöffnet, Burgführungen ~40 Min.</li>
<li>Historische Altstadt – drei Stadttore, Marktplatz mit Rathaus (1739), Fachwerkhäuser</li>
<li>Cochemer Sesselbahn – auf den Pinnerberg, Panoramablick übers Moseltal</li>
<li>Aussichtspunkt Pinnerkreuz – bester Blick auf Altstadt, Burg und Mosel von der Gegenseite</li>
<li>Moselschifffahrt – Rundfahrten und Tagestouren nach Beilstein, Traben-Trarbach oder Koblenz</li>
<li>Nachtwächterführung – jeden Samstag abends, 10 € pro Person, Online-Buchung erforderlich</li>
<li>Cochemer Burgweihnacht – vorletztes Wochenende vor Heiligabend, stimmungsvoller Weihnachtsmarkt</li>
<li>Weinproben – Straußwirtschaften und Weingüter rund um den Cochemer Krampen</li>
</ul>
<figure id="attachment_4244" aria-describedby="caption-attachment-4244" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4244 size-full" title="Cochem an der Mosel als Touristenmagnet" src="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/06/Cochem-Mosel-3.jpg" alt="Cochem an der Mosel als Touristenmagnet (depositphotos.com)" width="1000" height="667" srcset="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/06/Cochem-Mosel-3.jpg 1000w, https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/06/Cochem-Mosel-3-300x200.jpg 300w, https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/06/Cochem-Mosel-3-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-4244" class="wp-caption-text">Cochem an der Mosel als Touristenmagnet</figcaption></figure>
<h2>Anfahrt und praktische Informationen</h2>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Information</th>
<th>Details</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Adresse Reichsburg</td>
<td>Schlossstraße 36, 56812 Cochem</td>
</tr>
<tr>
<td>Reichsburg Öffnungszeiten</td>
<td>März–November täglich 10–18 Uhr, Winter eingeschränkt</td>
</tr>
<tr>
<td>Außengelände</td>
<td>Kostenlos zugänglich</td>
</tr>
<tr>
<td>Shuttle-Bus</td>
<td>Einfach 2,50 €, Hin &amp; Rück 4,00 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Anfahrt Bahn</td>
<td>Bahnhof Cochem (Moseltalbahn), von Koblenz ~45 Min., von Trier ~1 Std.</td>
</tr>
<tr>
<td>Anfahrt Auto</td>
<td>A48 bis Ausfahrt Kaisersesch, dann B49 Richtung Cochem; Parkplätze am Conder Ufer (teils kostenlos)</td>
</tr>
<tr>
<td>Tipp Parken</td>
<td>Stadtteil Cond auf der anderen Moselseite – kostenlos, 5–10 Min. Fußweg ins Zentrum</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Wer von Cochem aus die weitere Moselregion erkunden möchte, findet in unserem Artikel zum <a href="/natur/moselsteig/">Moselsteig</a> alle Infos zu den Etappen durch die Terrassenmosel – Cochem liegt direkt an den Etappen 15 und 16 des Fernwanderweges.</p>
<div class="pe-faq pe-faq--faq-cochem-mosel"><h2 class="pe-faq__title">Häufige Fragen zu Cochem</h2>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Wann ist die Reichsburg geöffnet?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Von März bis November täglich von 10 bis 18 Uhr. Im Winter gibt es eingeschränkte Öffnungszeiten – eine aktuelle Übersicht findet sich auf der Website der Reichsburg. Das Außengelände ist immer kostenlos zugänglich.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Wie kommt man zur Burg?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Zu Fuß vom Marktplatz in 10–15 Minuten durch die Schlossstraße oder das Tummelchen. Alternativ mit dem Shuttle-Bus (2,50 € einfach) oder mit dem Auto bis zum Parkplatz am Burgberg.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Ist die Reichsburg mittelalterlich?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Die Burg wurde ursprünglich um 1100 errichtet, 1689 aber von französischen Truppen gesprengt. Was heute zu sehen ist, stammt überwiegend aus dem neugotischen Wiederaufbau von 1868 bis 1877 durch den Berliner Kaufmann Louis Ravené.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Was kann man außer der Burg in Cochem machen?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Altstadt mit drei historischen Stadttoren, Cochemer Sesselbahn, Moselschifffahrten nach Beilstein oder Koblenz, Weinproben, Nachtwächterführung samstags, Wanderwege am Cochemer Krampen.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Wie kommt man am besten nach Cochem?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Mit der Moseltalbahn von Koblenz in rund 45 Minuten oder von Trier in etwa einer Stunde – der Bahnhof liegt direkt am Stadtzentrum. Mit dem Auto über die A48 bis Kaisersesch, dann B49 Richtung Cochem.</div></div>
    </div>
</div>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/staedte-gemeinden/cochem-wo-die-mosel-ihre-schoenste-schleife-macht/">Cochem – wo die Mosel ihre schönste Schleife macht</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de">rhein-pfalz-aktiv.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Burg Klopp Bingen – Wahrzeichen über dem Rhein-Nahe-Eck</title>
		<link>https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/burgen-schloesser/burg-klopp-bingen-wahrzeichen-ueber-dem-rhein-nahe-eck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2026 11:47:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burgen-Schlösser]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/?p=4229</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wer Bingen am Rhein betritt, sieht sie sofort – hoch über den Dächern der Altstadt, auf einem Bergvorsprung in rund 130 Metern Höhe, thront Burg Klopp über dem Zusammenfluss von Rhein und Nahe. Die Anlage ist das unbestrittene Wahrzeichen der Stadt, sichtbar von der Rheinpromenade, vom gegenüberliegenden Ufer und von weit draußen auf dem Strom. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/burgen-schloesser/burg-klopp-bingen-wahrzeichen-ueber-dem-rhein-nahe-eck/">Burg Klopp Bingen – Wahrzeichen über dem Rhein-Nahe-Eck</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de">rhein-pfalz-aktiv.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer <a href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/staedte-gemeinden/bingen-am-rhein-tor-zum-mittelrheintal/">Bingen</a> am Rhein betritt, sieht sie sofort – hoch über den Dächern der Altstadt, auf einem Bergvorsprung in rund 130 Metern Höhe, thront Burg Klopp über dem Zusammenfluss von Rhein und Nahe. Die Anlage ist das unbestrittene Wahrzeichen der Stadt, sichtbar von der Rheinpromenade, vom gegenüberliegenden Ufer und von weit draußen auf dem Strom. Was heute zu sehen ist, trägt das Gewand des 19. Jahrhunderts – neugotische Zinnen, ein schlanker Bergfried, ein repräsentatives Hauptgebäude. Darunter aber stecken Schichten, die bis ins frühe Mittelalter und noch weiter zurückreichen.</p>
<p>Seit 2002 gehört Burg Klopp zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal – ein Ensemble aus Burgen, Weinbergen und Flusstälern, das zu den bekanntesten Kulturlandschaften Deutschlands zählt. Die Anlage in Bingen ist dabei nicht nur ein Blickfang, sondern auch ein genutztes Baudenkmal: Seit 1897 hat die Binger Stadtverwaltung hier ihren Sitz, und im Burgsaal empfängt ein Restaurant Gäste mit Blick auf das Rheintal.</p>
<h2>Vom Zollposten zur Stadtburg – 800 Jahre Geschichte auf einem Hügel</h2>
<p>Die Ursprünge des Kloppbergs liegen im Dunkel. Römische Fundamente unter dem Bergfried und ein über 52 Meter tiefer Brunnen, der vermutlich aus römischer Zeit stammt, deuten auf eine Nutzung weit vor dem Mittelalter hin. Der Legende nach soll Kaiser Otto II. dem Gründer des Mainzer Doms, Erzbischof Willigis von Mainz, die Burg samt dem Rheingau geschenkt haben – als Dank für seine Treue. Nach dem Tod des Erzbischofs fiel der Besitz zurück an das Reich.</p>
<p>Die erste gesicherte urkundliche Erwähnung als Wohnsitz eines Klerikers stammt aus dem Jahr 1240, ab 1277 taucht der Name „Burg Clopp&#8220; in Quellen auf. Zweck des Baus war die Stärkung der kurmainzischen Zollbarriere: Zusammen mit Burg Ehrenfels am gegenüberliegenden Rheinufer und dem später errichteten Mäuseturm mitten im Strom bildete sie einen dreifachen Kontrollpunkt, durch den kein Schiff unkontrolliert passieren konnte. Kaiser Friedrich I. Barbarossa zerstörte 1165 Burg und Stadt im Zuge eines Machtkampfs mit dem Erzbischof von Mainz – 1200 wurde beides prächtiger wieder aufgebaut.</p>
<p>1438 verkaufte Erzbischof Dietrich Schenk von Erbach die Stadt und die Burg an das Mainzer Domkapitel. Die Anlage diente von da an auch als Zwingburg, von der aus die aufmüpfigen Binger Bürger kontrolliert wurden – die Stadt hatte seit dem 13. Jahrhundert immer wieder nach Unabhängigkeit gestrebt und zuletzt auch am Bauernkrieg 1525 teilgenommen, vergebens. Der Dreißigjährige Krieg brachte schwere Schäden, 1653 folgte ein Wiederaufbau. Nur 36 Jahre später zerstörten französische Truppen im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 die Anlage erneut. Den Schlusspunkt setzte die Mainzer Besatzung selbst: 1711 und 1712, während des Spanischen Erbfolgekriegs, sprengte sie die verbliebenen Reste, um dem Gegner keine Rückzugsbasis zu hinterlassen.</p>
<div class="pe-zusammenfassung pe-zusammenfassung--burg-klopp-geschichte">✅ <strong>Geschichte auf einen Blick:</strong> Römische Fundamente → mittelalterliche Burg ab 1240 → Zerstörung durch Barbarossa 1165, Wiederaufbau 1200 → Dreißigjähriger Krieg → Zerstörung 1689 → Sprengung 1711/12 → Wiederaufbau ab 1853 → neugotisches Hauptgebäude 1875–1879 → Stadtverwaltung seit 1897 → UNESCO-Welterbe seit 2002.</div>
<h2>Die Rheinromantik baut eine Burg – der Wiederaufbau im 19. Jahrhundert</h2>
<p>Was nach den Sprengungen übrig blieb, war wenig: die unteren Mauern des Bergfrieds, der Halsgraben und Teile der südlichen Ringmauer. Die Ruine wechselte mehrfach den Besitzer – unter anderem erwarb sie um 1840 Gustav Johann von Mengden, der sie wiederaufbauen wollte, seinen Plan dann aber aufgab und sie 1853 an den Kölner Reeder und Kaufmann Ludwig Maria Cron verkaufte. Cron ließ noch im selben Jahr einen Teilwiederaufbau vornehmen: Brücke, Torhaus, Wehrgang und Bergfried wurden in Stand gesetzt.</p>
<p>Den entscheidenden Schritt unternahm dann Eberhard Soherr – Architekt, Binger Bürgermeister und Mann mit einem klaren ästhetischen Programm. Von 1875 bis 1879 ließ er das neugotische Hauptgebäude errichten, das die Burg heute prägt. Gebaut wurde nach dem Geschmack der Rheinromantik: Zinnen, Türme, Spitzbogenfenster, ein Bild einer Burg, wie man sie sich im 19. Jahrhundert vorstellte. Dass das Original vermutlich ganz anders aussah, störte niemanden – Authentizität war nicht das Ziel, Atmosphäre schon. Victor Hugo und Richard Wagner hatten den Kloppberg bereits besucht und gerühmt. Bingen wusste um seinen malerischen Wert.</p>
<p>1897 erwarb die Stadt Bingen die Anlage und verlegte die Stadtverwaltung in die Räume des neugotischen Hauptgebäudes – eine Nutzung, die bis heute anhält. Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Burg schwere Schäden, wurde aber wieder instand gesetzt. Vom Mittelalter erhalten blieben lediglich die unteren Mauern des Bergfrieds, der Halsgraben und Teile der südlichen Ringmauer mit Resten des Wehrgangs. Alles andere ist 19. Jahrhundert.</p>
<h2>Was es heute zu sehen gibt</h2>
<p>Der Innenhof der Burg ist ganzjährig und kostenlos zugänglich – ein belebter Ort, an dem sich Besucher mit Stadtbewohnern mischen, die zur Stadtverwaltung oder zum Standesamt kommen. Im Hof fällt sofort der mittelalterliche Brunnen auf, 1854 wiederentdeckt und restauriert, mit einem Schacht, der über 52 Meter in den Fels hinabreicht. Der Bergfried – 37,5 Meter hoch – ist von April bis Oktober tagsüber geöffnet und als Aussichtsturm besteigbar. Wer die gut 150 Stufen auf sich nimmt, wird mit einem der schönsten Panoramen am Rhein belohnt: Das Mittelrheintal öffnet sich in beide Richtungen, der Mäuseturm liegt zu Füßen, die Weinberge des Rheingaus funkeln gegenüber, und an klaren Tagen reicht der Blick weit ins rheinhessische Hügelland und ins Nahetal.</p>
<p>Im Bergfried befindet sich auch eine kleine Ausstellung, die den illustren Gästen der Burg gewidmet ist – Literaten, Künstler und Adlige, die Bingen und die Anlage im 19. Jahrhundert besuchten und in ihren Werken verewigten. Darunter: Clemens Brentano, Victor Hugo, Richard Wagner. Außerdem sind im Turm Fundstücke aus römischer Zeit ausgestellt, darunter ein Arztbesteck aus der frühchristlichen Römerzeit – ein stiller Zeuge der langen Vorgeschichte des Platzes.</p>
<ul class="pe-itemliste pe-itemliste--was-zu-sehen-burg-klopp">
<li>Bergfried (37,5 m) – April bis Oktober als Aussichtsturm geöffnet, Panoramablick über Rhein, Mäuseturm und Weinberge</li>
<li>Kleine Ausstellung im Bergfried – illustre Gäste der Rheinromantik, römische Fundstücke</li>
<li>Mittelalterlicher Brunnen – über 52 Meter tief, 1854 wiederentdeckt</li>
<li>Innenhof – ganzjährig kostenlos zugänglich, Standesamt für Trauungen</li>
<li>Restaurant Burg Klopp – regionale Küche mit Rheinblick, Mi–So geöffnet</li>
<li>Terrasse – bester Aussichtspunkt der Stadt auf Mäuseturm und gegenüberliegende Weinberge</li>
</ul>
<h2>Heiraten mit Blick auf den Rhein – Standesamt und Restaurant</h2>
<p>Burg Klopp ist nicht nur Geschichte und Aussicht. Das Standesamt der Stadt Bingen hat seinen Sitz hier, und standesamtliche Trauungen in den historischen Räumen der Burg sind möglich – eine Kulisse, die kaum zu toppen ist. Für den Empfang im Anschluss empfiehlt sich das Restaurant Burg Klopp im Burgsaal, das regionale Küche und Moselweine mit einem der besten Ausblicke der Region kombiniert. Geöffnet ist es Mittwoch bis Sonntag von 12 bis 14:30 Uhr und ab 18 Uhr, Montag und Dienstag sind Ruhetage. Reservierungen unter info@restaurant-burg-klopp.de.</p>
<div class="pe-infobox pe-infobox--tipp-trauung-burg-klopp">💡 <strong>Tipp:</strong> Standesamtliche Trauungen auf Burg Klopp sind beim Standesamt Bingen buchbar. Das Restaurant im Burgsaal bietet Empfangsmöglichkeiten für Gruppen – Reservierung empfohlen.</div>
<h2>Anfahrt und praktische Informationen</h2>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Information</th>
<th>Details</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Adresse</td>
<td>Burg Klopp, 55411 Bingen am Rhein</td>
</tr>
<tr>
<td>Innenhof</td>
<td>Ganzjährig kostenlos zugänglich</td>
</tr>
<tr>
<td>Bergfried</td>
<td>April bis Oktober tagsüber geöffnet, kostenlos</td>
</tr>
<tr>
<td>Restaurant</td>
<td>Mi–So 12–14:30 Uhr &amp; ab 18 Uhr, Mo/Di Ruhetag</td>
</tr>
<tr>
<td>Parken</td>
<td>Kostenpflichtige Parkplätze an der Burg, Fußweg ca. 100 m</td>
</tr>
<tr>
<td>Anfahrt mit der Bahn</td>
<td>Bahnhof Bingen (Rhein) Hbf, von Mainz ~20 Min., von Koblenz ~50 Min.</td>
</tr>
<tr>
<td>UNESCO-Welterbe</td>
<td>Teil des Welterbes Oberes Mittelrheintal seit 2002</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Wer die Burg mit einem ausgedehnten Stadtbummel verbinden möchte, findet in unserem Artikel zu <a href="/staedte-gemeinden/bingen-am-rhein/">Bingen am Rhein</a> alle weiteren Sehenswürdigkeiten – vom Mäuseturm über das Kulturufer bis zur Rochuskapelle. Und wer Burgen in der weiteren Region erkunden möchte, findet in unserem Überblick zu den <a href="/burgen-schloesser/maerchenschloss-rheinland-pfalz/">Märchenschlössern in Rheinland-Pfalz</a> weitere Ausflugsziele.</p>
<div class="pe-faq pe-faq--faq-burg-klopp-bingen"><h2 class="pe-faq__title">Häufige Fragen zur Burg Klopp</h2>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Wann wurde sie gebaut?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1240, ab 1277 taucht der Name „Burg Clopp&#8220; auf. Das heutige Erscheinungsbild stammt überwiegend aus dem 19. Jahrhundert – der neugotische Wiederaufbau erfolgte von 1875 bis 1879.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Kann man den Turm besteigen?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Ja – der 37,5 m hohe Bergfried ist von April bis Oktober tagsüber kostenlos geöffnet und bietet einen Panoramablick über das Mittelrheintal, den Mäuseturm und die Weinberge des Rheingaus.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Was kostet der Eintritt?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Der Innenhof ist ganzjährig kostenlos zugänglich. Auch der Bergfried ist ohne Eintritt besteigbar.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Kann man auf Burg Klopp heiraten?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Ja – das städtische Standesamt hat hier seinen Sitz. Trauungen in den historischen Räumen sind buchbar, das Restaurant im Burgsaal bietet Empfangsmöglichkeiten.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Wie kommt man hin?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Mit dem Auto über die A61, Ausfahrt Bingen-Ost, dann der Beschilderung zur Burg folgen. Per Bahn bis Bingen (Rhein) Hbf, dann ca. 15 Minuten Fußweg durch die Altstadt bergauf. Parkplätze an der Burg kostenpflichtig, Fußweg zur Anlage ca. 100 m.</div></div>
    </div>
</div>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/burgen-schloesser/burg-klopp-bingen-wahrzeichen-ueber-dem-rhein-nahe-eck/">Burg Klopp Bingen – Wahrzeichen über dem Rhein-Nahe-Eck</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de">rhein-pfalz-aktiv.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bingen am Rhein – Tor zum Mittelrheintal</title>
		<link>https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/staedte-gemeinden/bingen-am-rhein-tor-zum-mittelrheintal/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2026 07:23:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Städte-Gemeinden]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/?p=4224</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bingen am Rhein liegt genau dort, wo der Rhein eine Kurve macht – und wo vier Weinregionen aufeinandertreffen: Rheinhessen, Nahe, Rheingau und Mittelrhein. Das ist kein Zufall, sondern Geografie: Die Nahe mündet hier in den Rhein, der Binger Wald steigt hinter der Stadt auf, und direkt vor den Toren beginnt das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal. Wer [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/staedte-gemeinden/bingen-am-rhein-tor-zum-mittelrheintal/">Bingen am Rhein – Tor zum Mittelrheintal</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de">rhein-pfalz-aktiv.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bingen am Rhein liegt genau dort, wo der Rhein eine Kurve macht – und wo vier Weinregionen aufeinandertreffen: Rheinhessen, Nahe, Rheingau und Mittelrhein. Das ist kein Zufall, sondern Geografie: Die Nahe mündet hier in den Rhein, der Binger Wald steigt hinter der Stadt auf, und direkt vor den Toren beginnt das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal. Wer Bingen besucht, erlebt eine Stadt, die kleiner ist als ihr Ruf – rund 25.000 Einwohner – aber mehr Geschichte, Wein und Flussdramatik auf einem Fleck vereint als manch eine Großstadt.</p>
<p>Der keltische Ursprungsname „Bingium&#8220; bedeutet womöglich „Loch im Fels&#8220; – ein Verweis auf das berüchtigte Binger Loch, eine gefährliche Untiefe im Rheinstrom, die Schiffern über Jahrhunderte das Fürchten lehrte. Erst 1973 und 1974 wurde die Fahrrinne gesprengt und deutlich verbreitert. Bis dahin war Bingen ein Ort, an dem der Rhein sich bezähmen ließ – oder nicht.</p>
<h2>Der Mäuseturm – Wahrzeichen mitten im Strom</h2>
<p>Kein Wahrzeichen Bingens ist bekannter als der Mäuseturm, der auf einer kleinen Rheininsel direkt vor der Stadt steht. Um 1300 als Wacht- und Zollturm errichtet, diente er zusammen mit <a href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/burgen-schloesser/burg-klopp-bingen-wahrzeichen-ueber-dem-rhein-nahe-eck/">Burg Klopp</a> und der gegenüberliegenden Burg Ehrenfels als Sperranlage des Rheins – Kaufleute, die ihre Waren auf dem Fluss transportierten, mussten hier ihren Zoll entrichten oder warten. Sein Name geht nicht auf die kleinen Nager zurück, sondern auf das mittelhochdeutsche Wort „musen&#8220; – wachen und lauern.</p>
<p>Die Legende erzählt eine düsterere Geschichte: Erzbischof Hatto II. von Mainz soll im 10. Jahrhundert hungersnötige Bauern in einer Scheune eingesperrt und sie verbrannt haben – worauf ihn Scharen von Mäusen in den Turm trieben und auffraßen. Die Sage stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist historisch nicht belegt, aber sie hält sich hartnäckig. Im Dreißigjährigen Krieg zerstört, wurde der Turm im 19. Jahrhundert nach Plänen des Kölner Dombaumeisters Ernst Friedrich Zwirner im neugotischen Stil restauriert und diente fortan als Signalturm für die Schifffahrt. Betreten werden kann er nur bei gelegentlichen Sonderführungen der Touristeninformation – aber der Anblick von der Uferpromenade oder von Burg Klopp aus ist ohnehin das eigentliche Erlebnis.</p>
<div class="pe-infobox pe-infobox--tipp-maeuseturm-aussicht">💡 <strong>Tipp:</strong> Der schönste Blick auf den Mäuseturm bietet sich vom Kulturufer oder von der Terrasse der Burg Klopp aus – besonders abends, wenn der Turm im Licht steht und die Moselschleife dahinter im Dunkel liegt.</div>
<h2>Burg Klopp – die Stadtburg über den Dächern</h2>
<p>Hoch über Bingen thront Burg Klopp auf dem gleichnamigen Hügel, von dem aus sich ein weiter Panoramablick über den Rhein, die Weinberge des Rheingaus auf der gegenüberliegenden Seite und die Altstadt zu Füßen öffnet. Erbaut zwischen 1240 und 1277, diente die Burg als Teil der kurmainzischen Zollbarriere am Rhein. Was heute zu sehen ist, stammt allerdings größtenteils aus dem 19. Jahrhundert: Nach mehrfacher Zerstörung – im Dreißigjährigen Krieg, dann wieder im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 durch französische Truppen – ließ Bürgermeister Eberhard Soherr von 1875 bis 1879 das neugotische Hauptgebäude als bürgerliche Sommerresidenz errichten. Seit 1897 beherbergt die Burg einen Teil der Binger Stadtverwaltung, darunter das Büro des Oberbürgermeisters.</p>
<p>Zugänglich ist der 37,5 Meter hohe Bergfried – in den Sommermonaten tagsüber geöffnet und als Aussichtsturm besteigbar. Von oben öffnet sich ein 360-Grad-Panorama, das bei klarer Sicht bis weit ins Rheingau und ins Nahegebiet reicht. Victor Hugo und Richard Wagner sollen den Blick vom Kloppberg geschätzt haben – beide besuchten Bingen zur Blütezeit der Rheinromantik im 19. Jahrhundert.</p>
<ol class="pe-schritte pe-schritte--rundgang-bingen">
<li><strong>Start am Kulturufer</strong>Beginne am Rheinkai mit Blick auf den Mäuseturm und die Burg Ehrenfels am anderen Ufer. Der Park am Mäuseturm entstand auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau 2008 – heute eine der schönsten Rheinpromenaden in Rheinland-Pfalz.</li>
<li><strong>Museum am Strom</strong>Das ehemalige Elektricitätswerk beherbergt das Historische Museum am Strom mit einer umfangreichen Abteilung zur Hildegard von Bingen sowie zur Geschichte der Rheinschifffahrt und des Binger Lochs.</li>
<li><strong>Altstadt und Marktplatz</strong>Durch die Salzstraße – einst Wohnort der reichsten Kaufleute der Stadt – gelangt man zum Marktplatz mit seinem historischen Brunnen. Die Steinbauten zeugen vom mittelalterlichen Wohlstand der Händlerstadt.</li>
<li><strong>Basilika St. Martin</strong>Die Stadtkirche steht auf den Fundamenten eines römischen Tempels und ist damit ein direkter Zeuge der 2.000-jährigen Geschichte Bingens. Die ältesten Bauteile stammen aus dem frühen Mittelalter.</li>
<li><strong>Burg Klopp und Panoramablick</strong>Der Aufstieg zur Burg lohnt sich – von der Terrasse öffnet sich der beste Blick der Stadt auf Rhein, Mäuseturm und die gegenüberliegenden Weinberge. Im Sommer finden hier Abendveranstaltungen statt.</li>
</ol>
<figure id="attachment_4227" aria-describedby="caption-attachment-4227" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4227 size-full" title="Burg Klopp Bingen" src="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/07/Burg-Klopp-Bingen.jpg" alt="Burg Klopp Bingen (depositphotos.com)" width="1000" height="669" srcset="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/07/Burg-Klopp-Bingen.jpg 1000w, https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/07/Burg-Klopp-Bingen-300x201.jpg 300w, https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/07/Burg-Klopp-Bingen-768x514.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-4227" class="wp-caption-text">Burg Klopp Bingen</figcaption></figure>
<h2>Hildegard von Bingen – eine mittelalterliche Universalgelehrte</h2>
<p>Hildegard von Bingen, 1098 geboren und 1179 gestorben, war eine der außergewöhnlichsten Persönlichkeiten des Mittelalters. Als Äbtissin, Theologin, Komponistin, Naturforscherin und Briefpartnerin von Päpsten und Kaisern sprengte sie alle Grenzen, die ihrer Zeit für Frauen galten. Strenggenommen war sie keine gebürtige Bingerin – ihr genauer Geburtsort ist nicht überliefert – aber ihr Kloster Rupertsberg gründete sie am Rand von Bingen, und hier starb sie. 2012 wurde sie von Papst Benedikt XVI. zur Kirchenlehrerin erhoben, einem der höchsten Titel, den die katholische Kirche vergeben kann.</p>
<p>Das Historische Museum am Strom in Bingen widmet ihr die größte Abteilung seines Hauses. Hildegards Schriften zur Naturkunde – das „Physica&#8220; und das „Causae et Curae&#8220; – beschreiben Pflanzen, Tiere und Steine aus einer Perspektive, die Naturbeobachtung mit Theologie verknüpft. Was sie über bestimmte Pflanzen und ihre Wirkungen schrieb, fasziniert Naturkundler bis heute – auch wenn ihre Beobachtungen nicht mit modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen gleichzusetzen sind. Der Hildegarten am Museum und ein Wanderweg auf dem Rochusberg erinnern an ihr Wirken in dieser Region.</p>
<div class="pe-infobox pe-infobox--tipp-museum-am-strom">💡 <strong>Tipp:</strong> Das Museum am Strom ist von November bis März nur am Wochenende geöffnet (Sa/So 10–17 Uhr), von April bis Oktober täglich. Eintritt: Erwachsene 3,50 €, Kinder frei. Führungen auf Anfrage buchbar unter museum-am-strom@bingen.de.</div>
<h2>Weinberge und Schifffahrt – der Rhein als Lebensader</h2>
<p>In Bingen treffen vier <a href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/weinanbau/weinanbaugebiete-pfalz/">Weinanbaugebiete</a> aufeinander – eine Konstellation, die es in dieser Form in Deutschland kein zweites Mal gibt. Rheinhessen, Nahe, Rheingau und Mittelrhein stoßen hier zusammen, und die Weinberge rund um die Stadt tragen Lagen aus allen vier Gebieten. Das Binger Winzerfest, das jährlich Anfang September über mehrere Tage gefeiert wird, ist eines der traditionsreichsten Weinfeste am Rhein. Die Kulturufer-Promenade bietet dabei eine der schönsten Kulissen für einen Abend mit Riesling im Glas und Blick auf den Mäuseturm.</p>
<p>Die Rheinschifffahrt hat Bingen über Jahrhunderte geprägt. Der Alte Rheinkran von 1487 am Kulturufer ist der älteste datierbare Landkran zwischen Mainz und Köln und ein stiller Zeuge der Handelsgeschichte. Heute legen Ausflugsdampfer am Kulturufer an – Schifffahrtstouren stromaufwärts Richtung Rüdesheim oder stromabwärts ins Mittelrheintal sind von Bingen aus gut zu starten. Besonders eindrucksvoll: „Rhein in Flammen&#8220; am ersten Samstag im Juli, wenn Großfeuerwerke über dem Fluss gezündet werden und beleuchtete Schiffe durch das Tal fahren.</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Sehenswürdigkeit</th>
<th>Besonderheit</th>
<th>Hinweis</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Binger Mäuseturm</td>
<td>Zollturm um 1300, mitten im Rhein</td>
<td>Nur bei Sonderführungen betretbar</td>
</tr>
<tr>
<td>Burg Klopp</td>
<td>Stadtburg mit 37,5 m Bergfried, Panoramablick</td>
<td>Turm im Sommer tagsüber geöffnet</td>
</tr>
<tr>
<td>Museum am Strom</td>
<td>Hildegard von Bingen, Rheingeschichte</td>
<td>Eintritt 3,50 €, Mo geschlossen</td>
</tr>
<tr>
<td>Kulturufer</td>
<td>Ehemaliges Landesgartenschau-Gelände 2008</td>
<td>Kostenlos, Parkplätze vorhanden</td>
</tr>
<tr>
<td>Rochuskapelle</td>
<td>Wallfahrtskirche mit Hildegard-Altar, Aussicht</td>
<td>Ausgangspunkt für Weinbergwanderungen</td>
</tr>
<tr>
<td>Alter Rheinkran</td>
<td>Ältester Landkran zwischen Mainz und Köln (1487)</td>
<td>Am Kulturufer, frei zugänglich</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Anfahrt und praktische Informationen</h2>
<p>Bingen am Rhein liegt direkt an der A61 (Ausfahrt Bingen-Ost) und ist per Bahn über den Bahnhof Bingen (Rhein) Hbf erreichbar – von Mainz in rund 20 Minuten, von Koblenz in rund 50 Minuten. Die Touristeninformation befindet sich am Rheinkai 21, direkt am Kulturufer. Parkplätze gibt es am Kulturufer und in der Innenstadt, teils kostenpflichtig. Wer mit dem Fahrrad kommt, nutzt den gut ausgebauten Radweg entlang des Rheins – Bingen liegt direkt am Rheinradweg.</p>
<p>Das Binger Winzerfest findet jährlich Anfang September statt und zieht Besucher aus der gesamten Region an. Rhein in Flammen ist am ersten Samstag im Juli. Stadtführungen starten samstags um 10:30 Uhr von April bis Oktober an der Tourist-Information, Teilnahme 10 Euro, Kinder ab 6 Jahren 5 Euro.</p>
<div class="pe-faq pe-faq--faq-bingen-am-rhein"><h2 class="pe-faq__title">Häufige Fragen zu Bingen am Rhein</h2>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Was ist der Binger Mäuseturm?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Ein mittelalterlicher Wacht- und Zollturm auf einer kleinen Rheininsel direkt vor Bingen, um 1300 erbaut. Sein Name stammt vom mittelhochdeutschen „musen&#8220; (wachen, lauern), nicht von Mäusen. Er ist nur bei Sonderführungen betretbar, von der Uferpromenade aber gut zu sehen.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Kann man Burg Klopp besichtigen?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Die Burg beherbergt die Stadtverwaltung und ist nicht frei zugänglich. Der 37,5 m hohe Bergfried kann in den Sommermonaten tagsüber als Aussichtsturm bestiegen werden. Die Terrasse bietet einen der besten Panoramablicke der Stadt.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Was hat Hildegard von Bingen mit der Stadt zu tun?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Sie gründete ihr Kloster Rupertsberg am Rand von Bingen und starb hier 1179. Das Historische Museum am Strom widmet ihr die größte Abteilung. 2012 wurde sie zur Kirchenlehrerin erhoben – ein seltener Titel in der Geschichte der katholischen Kirche.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Wann findet Rhein in Flammen in Bingen statt?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Jedes Jahr am ersten Samstag im Juli. Großfeuerwerke werden über dem Rhein gezündet, beleuchtete Schiffe fahren durch das Tal zwischen Trechtingshausen und Rüdesheim.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Wie kommt man nach Bingen?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Mit dem Auto über die A61, Ausfahrt Bingen-Ost. Per Bahn ab Mainz in ~20 Minuten, ab Koblenz in ~50 Minuten. Fahrradfahrer nutzen den Rheinradweg direkt bis ans Kulturufer.</div></div>
    </div>
</div>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/staedte-gemeinden/bingen-am-rhein-tor-zum-mittelrheintal/">Bingen am Rhein – Tor zum Mittelrheintal</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de">rhein-pfalz-aktiv.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Regionale Unterschiede &#8211; Wirtschaftliche Schwerpunkte von Mainz bis Trier</title>
		<link>https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wirtschaft/regionale-unterschiede-in-der-wirtschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jul 2026 13:37:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/?p=2629</guid>

					<description><![CDATA[<p>Rheinland-Pfalz ist kein homogenes Wirtschaftsland. Wer von Mainz nach Trier fährt – knapp 130 Kilometer auf der A60 und A1, vorbei an Rheinhessen, dem Hunsrück und dem Moseltal – passiert Wirtschaftsregionen, die gegensätzlicher kaum sein könnten. Mainz ist eine wachsende Universitäts- und Medienstadt mit einem der spektakulärsten Biotechnologie-Startups der Geschichte, ZDF-Hauptsitz und 30.000 Studierenden. Trier [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wirtschaft/regionale-unterschiede-in-der-wirtschaft/">Regionale Unterschiede &#8211; Wirtschaftliche Schwerpunkte von Mainz bis Trier</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de">rhein-pfalz-aktiv.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Rheinland-Pfalz ist kein homogenes Wirtschaftsland. Wer von Mainz nach Trier fährt – knapp 130 Kilometer auf der A60 und A1, vorbei an Rheinhessen, dem Hunsrück und dem Moseltal – passiert Wirtschaftsregionen, die gegensätzlicher kaum sein könnten. Mainz ist eine wachsende Universitäts- und Medienstadt mit einem der spektakulärsten Biotechnologie-Startups der Geschichte, ZDF-Hauptsitz und 30.000 Studierenden. Trier ist Deutschlands älteste Stadt, ein UNESCO-Welterbe-Freilichtmuseum mit 110.000 Einwohnern, einem tiefen Bezug zur Mosel und einer Grenzlage, die dem lokalen Arbeitsmarkt ein ganz eigenes Profil gibt. Beide Städte liegen im gleichen Bundesland. Wirtschaftlich trennen sie Welten.</p>
<p>Diese regionale Vielfalt ist kein Makel, sondern ein Merkmal. Rheinland-Pfalz hat keine dominierende Metropole – Mainz hat gerade einmal 220.000 Einwohner – und entwickelt deshalb unterschiedliche Wirtschaftsprofile, die sich gegenseitig ergänzen. Ein Blick auf die Schwerpunkte von Mainz bis Trier zeigt, wie divers die wirtschaftliche Landschaft eines Bundeslandes sein kann, das von außen oft unterschätzt wird.</p>
<h2>Mainz – Medien, Wissenschaft und Weltkonzerne aus dem Labor</h2>
<p>Mainz hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem der ungewöhnlichsten Wirtschaftsstandorte Deutschlands entwickelt. Die Johannes Gutenberg-Universität mit rund 30.000 Studierenden ist das strukturelle Rückgrat – sie zieht Forschungseinrichtungen an, sorgt für einen konstanten Strom qualifizierter Fachkräfte und generiert Ausgründungen, von denen eine die Welt verändert hat.</p>
<p>BioNTech wurde 2008 als Spin-off der Mainzer Universitätsmedizin gegründet. Gründer waren das Wissenschaftlerpaar Prof. Uğur Şahin und Prof. Özlem Türeci zusammen mit dem Onkologen Prof. Christoph Huber. Das Unternehmen forschte jahrelang weitgehend unbeachtet an personalisierten Krebstherapien auf Basis der mRNA-Technologie – bis im Januar 2020 die Nachricht von einem neuen Virus aus China kam. Weniger als ein Jahr später war der erste zugelassene mRNA-Impfstoff der Geschichte fertig, entwickelt in Mainz. Im Rekordjahr 2021 erzielte BioNTech einen Nettogewinn von über 7 Milliarden Euro. Doch nach dem Ende der Pandemiephase brachen die Einnahmen massiv ein: 2024 verbuchte das Unternehmen einen Verlust von 700 Millionen Euro, 2025 von 1,1 Milliarden Euro. Im März 2026 verließen die Gründer Şahin und Türeci das Unternehmen, um ein neues Biotechunternehmen zu gründen. BioNTech bleibt in Mainz – als Zeugnis dafür, was aus einer Universitätsausgründung werden kann, aber auch als Lehrstück darüber, wie abhängig Erfolg von einem einzigen Produkt sein kann.</p>
<p>Bodenständiger und langlebiger ist das zweite Mainzer Schwergewicht: die Schott AG. Der Technologiekonzern für Spezialglas und Glaskeramik wurde 1884 von Otto Schott in Jena gegründet und verlegte seinen Hauptsitz 1952 nach Mainz. Heute beschäftigt Schott rund 2.900 Menschen am Standort Mainz und über 17.000 weltweit, erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 2,8 Milliarden Euro und ist in über 30 Ländern präsent. Schott-Produkte stecken in Cerankochfeldern, pharmazeutischen Glasverpackungen, optischen Komponenten für die Raumfahrt und in Halbleiteranlagen – klassischer Hidden Champion, in fast jedem Haushalt präsent, aber kaum jemandem namentlich bekannt. Als Stiftungsunternehmen der Carl-Zeiss-Stiftung ist Schott ähnlich wie Boehringer Ingelheim nicht an Quartalsziele gebunden, was langfristige Forschungsinvestitionen ermöglicht.</p>
<p>Neben Schott und BioNTech prägt das ZDF als einer der größten öffentlich-rechtlichen Sender Europas das Wirtschaftsprofil der Landeshauptstadt. Der ZDF-Hauptsitz auf dem Mainzer Lerchenberg beschäftigt mehrere Tausend Menschen und macht Mainz zu einem der bedeutendsten Medienstandorte Deutschlands. Dazu kommen der SWR-Standort, zahlreiche Produktionsfirmen und eine wachsende Digital- und Kreativwirtschaft.</p>
<figure id="attachment_4219" aria-describedby="caption-attachment-4219" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4219 size-full" title="Uni Mainz" src="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/07/Uni-Mainz.jpg" alt="Uni Mainz (depositphotos.com)" width="1000" height="667" srcset="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/07/Uni-Mainz.jpg 1000w, https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/07/Uni-Mainz-300x200.jpg 300w, https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/07/Uni-Mainz-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-4219" class="wp-caption-text">Uni Mainz</figcaption></figure>
<div class="pe-zusammenfassung pe-zusammenfassung--mainz-wirtschaft">✅ <strong>Mainz auf einen Blick:</strong> ~220.000 Einwohner, Landeshauptstadt · Johannes Gutenberg-Universität mit ~30.000 Studierenden · BioNTech (Gründung 2008, erster mRNA-Impfstoff 2020, aktuell in Umbauphase) · Schott AG (Spezialglas, 2.900 MA in Mainz, ~17.000 weltweit) · ZDF-Hauptsitz · SWR-Standort · Pharmaunternehmen, Medizintechnik, Digitale Wirtschaft.</div>
<h2>Die Mittelregion – Hunsrück, Nahe und Rheinhessen</h2>
<p>Zwischen Mainz und Trier erstreckt sich eine Mittelregion, die wirtschaftlich nicht von einer Metropole dominiert wird, sondern von mittelständischen Betrieben und einer ausgeprägten Landwirtschaft. Rheinhessen ist mit über 26.000 Hektar Rebfläche das größte Weinanbaugebiet Deutschlands – Silvaner, Riesling und Müller-Thurgau wachsen hier auf sanften Hügeln, die von überall sichtbar sind. Der Weinbau ist nicht nur Landwirtschaft, sondern auch Tourismusmotor: Weingüter, Straußwirtschaften und die <a href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/weinanbau/verlauf-deutsche-weinstrasse/">Deutsche Weinstraße</a> ziehen jährlich Millionen Besucher an.</p>
<p>Der Hunsrück, lange als strukturschwaches Gebiet geltend, hat sich mit dem Flughafen Frankfurt-Hahn einen überregional relevanten Logistikstandort aufgebaut. Der ehemalige US-Militärflughafen ist heute ein Frachtzentrum mit Anbindung an internationale Logistikrouten. Im Umfeld haben sich Lagerhaltung, Spedition und Leichtindustrie angesiedelt. An der Nahe liegt Bad Kreuznach als Kurstadt mit medizinischem Cluster – Rehabilitation, Gesundheitstourismus und Pharmaunternehmen prägen das Bild.</p>
<ul class="pe-itemliste pe-itemliste--mittelregion-wirtschaft">
<li>Rheinhessen: Größtes Weinanbaugebiet Deutschlands (&gt;26.000 ha), Weintourismus, Lebensmittelverarbeitung</li>
<li>Hunsrück: Flughafen Frankfurt-Hahn als Logistikstandort, Frachtzentrum, Leichtindustrie</li>
<li>Bad Kreuznach: Kurstadt, Gesundheitstourismus, Rehabilitation, Pharmabetriebe</li>
<li>Idar-Oberstein: Traditionelles Edelstein- und Schmuckzentrum, heute Metallverarbeitung und Industrie</li>
</ul>
<h2>Trier – Roms nördlichstes Erbe und das Phänomen Luxemburg</h2>
<p>Trier ist Deutschlands älteste Stadt und ein Wirtschaftsstandort, der sich nicht mit anderen vergleichen lässt. Die 110.000-Einwohner-Stadt besitzt ein UNESCO-Welterbe aus römischer Zeit – Porta Nigra, Amphitheater, Kaiserthermen, Konstantinbasilika, Römerbrücke – das jährlich vier bis fünf Millionen Tagestouristen anzieht. 2023 wurde mit 892.196 Übernachtungen ein historischer Höchstwert erreicht. Der <a href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wirtschaft/tourismus-als-wirtschaftsfaktor/">Tourismus</a> ist neben dem Einzelhandel und der Universität eine der tragenden Säulen der lokalen Wirtschaft.</p>
<figure id="attachment_4217" aria-describedby="caption-attachment-4217" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4217 size-full" title="Trier" src="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/07/Trier.jpg" alt="Trier (depositphotos.com)" width="1000" height="576" srcset="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/07/Trier.jpg 1000w, https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/07/Trier-300x173.jpg 300w, https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wp-content/uploads/2026/07/Trier-768x442.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-4217" class="wp-caption-text">Trier</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p>Was Trier wirtschaftlich jedoch am stärksten prägt, ist nicht das Welterbe, sondern die Grenze zu Luxemburg, die nur 50 Kilometer entfernt liegt. Das Großherzogtum Luxemburg ist mit seinen EU-Institutionen, Banken und internationalen Konzernen einer der wohlhabendsten Wirtschaftsräume Europas – und zahlt deutlich höhere Löhne als Deutschland. Das Ergebnis: Knapp 45 Prozent der rund 19.000 Auspendler aus Trier fahren täglich nach Luxemburg zur Arbeit. Die Region Trier bewegt sich damit nahe an der Vollbeschäftigung, mit einer Arbeitslosenquote von rund vier Prozent.</p>
<p>Die Moselregion zwischen Trier und Koblenz ist geprägt von Weinbau und Tourismus – und von einer bemerkenswerten Qualitätsorientierung. Die Winzerinnen und Winzer an Mosel, Saar und Ruwer haben in den vergangenen Jahrzehnten einen Wandel vollzogen: weg von der Massenproduktion süßer Liebfraumilch hin zu internationalen Spitzenweinen, die auf Weinkarten in New York, Tokio und London stehen. <a href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/staedte-gemeinden/bernkastel-kues-fachwerk-wein-und-burg-landshut-an-der-mosel/">Bernkastel-Kues</a>, <a href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/staedte-gemeinden/cochem-wo-die-mosel-ihre-schoenste-schleife-macht/">Cochem</a>, Zell und die Weinorte entlang der großen Moselschleife ziehen Weinliebhaber aus aller Welt an.</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Region</th>
<th>Wirtschaftliche Schwerpunkte</th>
<th>Besonderheit</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Mainz</td>
<td>Medien, Wissenschaft, Biotechnologie, Spezialglas</td>
<td>BioNTech, Schott AG, ZDF, Gutenberg-Universität</td>
</tr>
<tr>
<td>Rheinhessen</td>
<td>Weinbau, Lebensmittel, Tourismus</td>
<td>Größtes Weinanbaugebiet Deutschlands</td>
</tr>
<tr>
<td>Hunsrück/Nahe</td>
<td>Logistik, Gesundheit, Edelsteine</td>
<td>Flughafen Frankfurt-Hahn, Bad Kreuznach</td>
</tr>
<tr>
<td>Moselregion</td>
<td>Weinbau, Tourismus, Handwerk</td>
<td>Qualitätsweine mit internationalem Ruf</td>
</tr>
<tr>
<td>Trier</td>
<td>Tourismus, Handel, Hochschulen, Logistik</td>
<td>UNESCO-Welterbe, <a href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wirtschaft/grenzpendler-nach-luxemburg/">Grenzpendler</a> nach Luxemburg</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Was die Regionen verbindet</h2>
<p>So unterschiedlich die Wirtschaftsprofile von Mainz bis Trier auch sind – einige Gemeinsamkeiten ziehen sich durch: Die Dominanz des Mittelstands, die Bedeutung des Tourismus als Querschnittsbranche und die Herausforderungen des Fachkräftemangels, der in der Grenzregion Trier durch das Lohngefälle zu Luxemburg noch verschärft wird. Wer gut ausgebildet ist und nahe der Grenze wohnt, fährt oft lieber nach Luxemburg.</p>
<p>Gleichzeitig ist die Lage im Herzen Europas ein echter Standortvorteil. Die Nähe zu Frankreich, Luxemburg und Belgien schafft grenzüberschreitende Lieferketten, Märkte und Kooperationen, die für Unternehmen in anderen deutschen Bundesländern unerreichbar wären. Wer mehr über die größten Unternehmen des Landes erfahren möchte, findet in unserem Artikel zu den <a href="/wirtschaft/groesste-arbeitgeber-industriebetriebe/">größten Arbeitgebern in Rheinland-Pfalz</a> einen detaillierten Überblick.</p>
<div class="pe-faq pe-faq--faq-wirtschaft-mainz-trier"><h2 class="pe-faq__title">Häufige Fragen zur Wirtschaft zwischen Mainz und Trier</h2>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Was macht Mainz wirtschaftlich besonders?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Mainz ist Medienstandort (ZDF, SWR), Universitätsstadt mit 30.000 Studierenden, Heimat von BioNTech und der Schott AG. Zwei sehr unterschiedliche Unternehmen – das eine ein Biotechstar mit bewegter Geschichte, das andere ein stabiler Weltmarktführer für Spezialglas seit über 140 Jahren.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Wie steht BioNTech heute da?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Nach dem Rekordjahr 2021 (7 Mrd. Euro Nettogewinn) folgten massive Verluste: 2024 minus 700 Mio., 2025 minus 1,1 Mrd. Euro. Im März 2026 verließen die Gründer Şahin und Türeci das Unternehmen. BioNTech bleibt in Mainz und forscht weiter an Krebstherapien.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Warum ist Trier trotz seiner Größe wirtschaftlich stark?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Trier profitiert von drei Faktoren: dem UNESCO-Welterbe als Tourismusmotor mit 4–5 Millionen Tagestouristen jährlich, der Universität als Bildungsanker und der Grenzlage zu Luxemburg, die für nahezu Vollbeschäftigung sorgt.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Warum pendeln so viele Menschen aus Trier nach Luxemburg?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Luxemburg zahlt deutlich höhere Löhne als Deutschland. Knapp 45 Prozent der Auspendler aus Trier fahren täglich ins Großherzogtum – was die lokale Arbeitslosenquote auf rund vier Prozent drückt.</div></div>
    </div>
<div class="pe-faq__item">
        <button type="button" class="pe-faq__question is-open" aria-expanded="true"><span class="pe-faq__question-text">Was verbindet die verschiedenen Wirtschaftsregionen von Mainz bis Trier?</span><span class="pe-faq__icon" aria-hidden="true"></span></button>
        <div class="pe-faq__answer" data-open="1"><div class="pe-faq__answer-inner">Die Dominanz des Mittelstands, die Bedeutung des Tourismus und die zentrale Lage im Herzen Europas – mit Grenzen zu Frankreich, Luxemburg und Belgien – sind die gemeinsamen Nenner einer wirtschaftlich sehr unterschiedlichen Region.</div></div>
    </div>
</div>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de/wirtschaft/regionale-unterschiede-in-der-wirtschaft/">Regionale Unterschiede &#8211; Wirtschaftliche Schwerpunkte von Mainz bis Trier</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rhein-pfalz-aktiv.de">rhein-pfalz-aktiv.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
