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Lust auf junges Gemüse


Rund und rot, klein und knackig: Das Radieschen ist der Star im größten Gemüsegarten Deutschlands, dem Rhein-Pfalz-Kreis. Hier ist die sonnenverwöhnte Region Marktführer in Deutschland. Das Radieschen ist neben Möhre, Blumenkohl, Kopfsalat und Zwiebel eine der fünf Säulen des pfälzischen Gemüseanbaus.

Doch der Rhein-Pfalz-Kreis steht mit insgesamt rund 50 Gemüsearten für viel mehr: Von Artischocke bis Zucchini wächst hier (fast) alles, was Vitamine hat und dazu verführt, kräftig zuzubeißen. Auch der Kohl ist bekanntermaßen hier zuhause – in roter und grüner Couleur: Außer Rot- und Grünkohl gedeihen hier noch Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl, Kohlrabi, Weißkohl und Wirsing. Kohl steht nach Fruchtgemüsesorten wie Tomaten, Gurken, Zucchini und Paprika und vor Wurzelgemüse wie zum Beispiel Karotten auf Platz zwei der Beliebtheits-Hitliste bundesdeutscher Gemüsefans.

Der Rettich hat besonders die Schifferstadter Gegend berühmt gemacht. Die Stadt feiert das Gemüse, das ihr zu Wohlstand verhalf, mit ihrem alljährlichen Rettichfest. Seinen Wert für die Gesundheit des Menschen hat schon Sebastian Kneipp gepriesen. Besonders gesund ist auch der Brokkoli, der seit Anfang der 90er Jahre in der Pfalz verstärkt kultiviert wird. Er ist inzwischen fest im Anbaukalender verankert – ebenso wie der Knollenfenchel und der Zuckermais, die sich ihren Platz unter den pfälzischen Gemüsesorten erobert haben. Eine pfälzische Besonderheit ist der ganzjährige Anbau von Feldsalat. Spezialbetriebe kultivieren Sorten, die sich sogar bei Frost ernten lassen. Auch neue, bunte Salate wachsen in vorderpfälzischen Landen: zum Beispiel Radicchio, Frisee und Batavia.

Besonders früh dran ist der Rhein-Pfalz-Kreis mit Zucchini, Spargel, Rhabarber und natürlich den Radieschen. Doch Gemüse aus der Pfalz hat das ganze Jahr über Saison. Lauch, Möhren, Suppengrün und Wirsing gibt es zu allen Jahreszeiten; Rotkraut, Chinakohl und Zwiebeln sind neun Monate oder länger lieferbar. Seinen Weg zum Verbraucher findet ein Großteil des Gemüses über den Pfalzmarkt in Mutterstadt. Unter mehr als 80 Gemüse- und Obstsorten können die Händler dort auswählen. Die erstaunliche Vielfalt wird dann vor Ort verladen und gelangt in den Groß- und Zwischenhandel, der die Einzelhandelsketten beliefert.

Schneller geht’s direkt vom Feld: zum Beispiel bei den Spargelbauern im Rhein-Pfalz-Kreis. Aber auch viele Bauernhöfe im Rhein-Pfalz-Kreis haben ihre Land-Läden für Kunden geöffnet. Der Einkauf beim Erzeuger hat Vorteile. Lange Transportwege, auf denen Geschmacks- und Inhaltsstoffe verlorengehen können, entfallen.

Gemüse aus dem Rheinpfalzkreis

Gemüse
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